Solange es noch immer mörderisch agitierende, antiislamistische Internetpranger und fremdenfeindliche No-Go-Areas gibt, ist “Willkommenskultur” ein Kandidat für das Unwort des Jahres.

Dieser Satz von Professor Klaus Bade ist auf so vielen Ebenen falsch, dass man gar nicht weiß wo man anfangen soll:

Eine Willkommenskultur für Islamisten ist nun wirklich das letzte was wir in unserem demokratischen Rechtsstaat brauchen. Es ist schlimm genug, dass sogenannte Integrationsexperten und andere hauptberufliche Migrantenfreunde immer noch eine ehrliche Debatte über die misogynen, homophoben und antisemitischen Tendenzen in Teilen der muslimischen community verunmöglichen wollen, indem sie die Nazikeule schwingen. Damit schaden sie zuerst den meist jungen Muslimen, die patriarchalische Gewalt und rassistische Vorurteile hinter sich lassen wollen und den Weg in ein freies, selbstbestimmtes Leben suchen. Die Opfer der “Ehrenmorde” gehen auch auf das Konto solcher Verharmloser.

Und noch etwas Herr Bade: Nicht jeder Muslim ist ein Islamist. Deswegen profiliert man sich auch nicht als Muslimversteher, wenn man Kritik am Islamismus denunziert, sondern zeigt viel mehr, dass man selbst in den Kategorien rechter Ausländerfeinde denkt. Tatsächlich fliehen viele Menschen vor islamistischen Regimen und Terrorgruppen nach Deutschland, weil sie ein Leben in Freiheit und Würde möchten. Die aller meisten Opfer fordert der Islamismus nämlich unter Muslimen. Verherrlicht wir die Gewalt gegen Frauen, Juden, Homosexuelle, Christen,  Aleviten, Atheisten, “falschgläubige” Muslime und all die anderen Gruppen, die den Islamfaschisten nichts ins Weltbild passen, auf mörderisch agitierenden Internetseiten, gegen die selbst eine Jauchegrube wie Politically Incorrect abstinkt.

Viele Deutsche mit muslimischem Hintergrund sind zum Glück deutlich weiter als ewig gestrige Multikulti-Romantiker wie Professor Bade. Hoffentlich hören wir in Zukunft mehr von ihnen und weniger von Pseudoexperten mit Professorentitel.