Die Volksbildungsministerin a.D. ist noch nicht mal tot. Und doch machen sich die deutschen Politiker an die Leichenfledderei. Wie die blaugrau gefärbte ehemalige DDR-First-Lady geht es darum, den Eltern die Kinder wegzunehmen, noch bevor die ernsthaft mit der Erziehung beginnen könnten. Eltern haften nicht für ihre Kinder. Wer – wie ich – an seiner Tochter – die segensreichen Auswirkungen der Staatsbildung erlebt habt, kann sich nur schütteln. Das ist staatlich legitimierter Kindesentzug.

Nicht das hier ein Irrtum aufkommt: Es macht durchaus Sinn, sein Kind frühzeitig in eine Kindertagesstätte zu geben. Das liegt aber weniger an den staatlich examinierten Erzieherinnen, deren geistiges Niveau das der Vorschulkinder nicht selten unterschreitet, sondern an den Kindern selbst. Die profitieren trotz Stuhlkreis ordentlich voneinander und lernen gerade als Einzelkind soziale Kompetenz.

Doch darum geht es Manuela Schwesig, Uschi von der Leyen und Konsorten gar nicht. Sie wollen wie einst Margot die staatliche Kontrolle über die Erziehung. Hier kann der Gender Mainstream implementiert werden, das politisch korrekte Vokabular gelernt werden und die richtige Einstellung zum Klimawandel indoktriniert werden. So wachsen brave Staatsbürger, die ihr Kreuz am Ende auch noch bei der richtigen Partei machen und solange brav Steuern und Sozialabgaben zahlen, bis sie unter der Abgabenlast oder der Staat aufgrund des Mißmanagements zusammenbricht.

Erziehung ist Elternsache. Und Elternrecht. Dass sie dabei Unterstützung erhalten, kann nicht schaden. Doch dafür brauchen wir Wettbewerb auf dem Bildungsmarkt und keine staatliche Monopolkultur. Wir brauchen Selbstbestimmung, Bildungsgutscheine und mehr private Bildungseinrichtungen.

Die staatliche Schulmangelverwaltung ist ineffizient und Ausdruck staatlicher Willkür. An die Stelle der Schulpflicht gehört ein Recht auf Bildung.