Die WELT macht heute auf die ökologische Großtat des Bundesumweltministers a.D. Jürgen Trittin hin, dem Vater des Dosenpfandes. Die hatte zwei Konsequenzen: Der Mehrweganteil bei den Getränken sank von 54 auf 40%. Und seither erlebte die Plastikflasche einen Siegeszug. So wie Umweltzone und Kaltlaufregler dient den Öko-Pietetisten der “Umweltschutz” zur Geißelung des Konsumenten und zur Verteufelung des Konsums – abseits des Öko-Weins aus der Toscana. 

Wissen Sie wo die höchste Feinstaubkonzentration gemessen wird? Auf dem Mittleren Ring in München? Am Berliner Ernst-Reuter-Platz? Auf dem Kölner Ring? Weit gefehlt. Im Luftkurort Sylt. Wie gefährlich der Feinstaub für die Gesundheit ist, ist übrigens auch kaum bewiesen.

Ein anderer Unsinn betrifft den Kaltlaufregler. Mein bald 30 jähriger BMW hatte schon damals eine Schubabschaltung: Bei eingelegtem Gang und rollendem Auto stellt die Einspritzung die Benzinzufuhr ein, etwa wenn man auf eine rote Ampel zurollt. Das spart Benzin und pustet weniger Abgase in die Luft.

Um die Abgasnorm EURO zwei zu erfüllen, muss das Auto schon kurz nach Fahrtantritt die strengen Vorschriften erfüllen. Das tut es nur dann, wenn die Drehzahl künstlich hochgesetzt wird, bis der Katalysator heiß genug ist. Als es hieß, die Umweltzone würde nur für Autos offen sein, die EURO 2 erfüllen, ließ ich mein Auto umrüsten. Doch dabei wird die Schubabschaltung ausser Betrieb gesetzt. Das heißt, auch wenn ich kein Gas gebe, verpestet mein Auspuff die Luft. Je länger ich fahre, desto mehr. Nach ein paar Kilometern ist die Sache ad absurdum geführt. Und das Auto braucht auf 100 km einen halben Liter mehr.

Und wie war das mit dem Bio-Sprit? Auch er erhöht den Verbrauch um 10%.  Mit anderen Worten: Die Abgase steigen um diesen Wert. Für seine Produktion werden landwirtschaftliche Nutzflächen gebraucht, die sonst zur Nahrungsmittelproduktion gebraucht werden. Das treibt die Preise fürs Ackerland. Und die ach so schützenswerten Regenwälder werden auch noch dafür abgeholzt. Während die schwitzenden Waldarbeiter ihr Mineralwasser aus PET-Flaschen trinken.