Am besten ginge sie in Elternzeit. Ihre Abwesenheit würde man im Willy Brandt Haus vermutlich gar nicht vermissen. In sofern sollte sie Siggy Pop und den Stones sowie dem Kanzlerkandidaten noch eine Weile auf die Nerven gehen. Die junge Mutter könnte so ihr Politikerdasein entschleunigen und dazu beitragen, dass nicht ganz so oft neue sozialistische Unsinnigkeiten aus der SPD-Parteizentrale kommen. 

Dabei ist die rote Andrea so etwas wie eine Garantie für den Wiedereinzug der FDP in den Bundestag. Je obskurer die Rundumkasko-Vorschläge der Generalsekretärin sind, desto mehr Leute lassen sich zur Verhinderung einer großen Koalition erweichen und geben den Scheinliberalen mit der Faust in der Tasche die Stimme.

Das schwant auch der christlich-sozialistisch-grünen Main-Stream Press. Um so aufgeregter schreit sie Zeter und Mordio, wenn sich der FDP-Wirtschaftsminister mit dem Vorschlag zu Wort meldet, Bahn, Post und Telekom ganz zu privatisieren. Der Vorschlag wird dann gleich von Heribert Prantl per Leitartikel als neoliberaler Irrweg gebrandmarkt und SPON erklärt eine Mini-Initiative bereits für gescheitert, bevor sie gestartet ist.

Die große Koalition der Etatisten bringt sich im Wahljahr mit immer neuen und absurderen sozialen Wohltaten in Stellung, die bei  Einführung die hart zurück erkämpfte Wettbewerbsfähigkeit untergraben werden, bis auch wir nach den Franzosen unter den Rettungsschirm flüchten. Denn:

 

Am anschaulichsten aber zeigen drei Ziffern, die auch Angela Merkel neuerdings gerne kommuniziert, den Zustand des Kontinents: 7 Prozent der Weltbevölkerung schaffen 25 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung – was an sich wunderbar ist. Aber sie konsumieren zugleich 50 Prozent der weltweiten Wohlfahrtsleistung – was sich nicht nachhaltig fortsetzen lässt und mit Sicherheit einen steilen Rückgang der europäischen Wirtschaftsleistung auslösen wird.

schreibt Andreas Unterberger in der EU-Infothek.