Selbst zur Weihnachtszeit halten deutsche Qualitätsjournalisten unermüdlich Wacht am Jordan. Das ist auch dringend nötig, denn Israel ist das einzige Land auf Gottes weiter Erde, das durch Bauarbeiten permanent den Weltfrieden gefährdet.  Das Verhalten des jüdischen Staates steht damit in scharfem Kontrast zu den anderen Nationen der Region, die sich mit gelegentlichen Massakern und allgegenwärtiger Unterdrückung der eigenen Bevölkerung zufrieden geben.

Nicht umsonst sind Staatsmänner wie Assad bei der deutschen Friedensbewegung außerordentlich beliebt, und es gibt kaum einen deutschen Politiker, der sich nicht liebend gerne mit den Muslimbrüdern an einen Tisch setzen würde. Es könnte alles so schön sein, wären da nicht die rechtsnationalistischen Zionisten.

Israel Universität

Wie die Überschrift bereits verrät, sind die israelischen Aggressoren diesmal sogar noch einen Schritt weiter gegangen:

Wenige Stunden zuvor hatte Verteidigungsminister Ehud Barak Pläne gebilligt, im besetzten Westjordanland eine erste Universität einzurichten. Die Akademie in der Siedlung Ariel werde als eigenständige Hochschule aufgewertet, teilte das Ministerium mit. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begrüßte die Entscheidung, “nach Jahrzehnten eine weitere Universität in Israel” zu gründen.

Das ist wiedermal typisch! Anstatt sich Mord und Folter zu widmen, gründen Netanjahu und seine ultrarechten Kriegstreiber Universitäten. So wird Israel immer ein Fremdkörper, ja Schandfleck, in dieser Region der Welt bleiben. Kein Wunder, dass die Stimmung in Deutschland kippt, auch und gerade wegen unserer Geschichte! Wer, wenn nicht wir ist dazu aufgefordert, denjenigen, die trotz all unserer Bemühungen nichts aus Auschwitz gelernt haben, Maßnahmen anzudrohen:

Siedlungsbau ist Krieg

Wer Häuser baut und Universitäten einrichtet, der führt auch Angriffskriege! Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen!

Apropos Weihnachten: So ergeht es arabischen Christen in Bethlehem, der Geburtsstadt Jesu. Und so in der israelischen Armee.

Frohe Festtage allerseits.