Der Spiegel ist zu mächtig. Er kann die gesamte öffentliche Meinung manipulieren und so in den Abgrund ziehen. Da hilft nicht einmal der öfentlich-rechtliche Rundfunk, der dem rot-grünen Mainstream entweder vorauseilt aber mindestens hinterher hechelt. Nun hat er der Deutschen Bank mit einer Titelgeschichte einen nicht unerheblichen Reputationsschaden zugefügt. Dass deren Chef im Anschluß die Zerschlagung fordert, erscheint nur folgerichtig.

Sorry – war nur ein Scherz. Tatsächlich hat unser Lieblingsautor in seiner verquollenen SPON-Kolumne kurzerhand einmal die Zerschlagung der Deutschen Bank gefordert. Deren Aktionäre, die so kalt enteignet würden, freuen sich bestimmt über die kreative Idee.

Die ganze Diskussion um die Deutsche Bank hat mittlerweile verquere Züge.  Die Bank hat in der Krise nur Verluste gemacht, musste aber keine staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. Sie macht fortwährend Gewinne und wollte mit einer Eigenkapitalquote von 25% nur das erreichen, was in deutschen Verlagshäusern seit Jahrzehnten Usus ist.

Die Mitarbeiter der Bank haben auch nicht selbst Steuern hinterzogen. Sondern wohl geduldet, dass auf Konten des Hauses ein Mehrwertsteuerkarussell errichtet wurde. Die Sache mit Kirch liegt rund 10 Jahre zurück.

Kritisieren müsste man stattdessen die Landesbanken, die mit viel Steuerzahlergeld gerettet werden müssten, weil sie überflüssigerweise in amerikanische Papiere investiert hatten, die sie nicht verstanden haben.