Eine ehemalige PR-Referentin eines deutschen Reifenherstellers, heute beschäftigungslos in Großburgwedel, ziert morgen den FOCUS-Titel. Und heute ist sie in aller Munde, weil sie sich mit Klagen gegen Günter Jauch und Google hervortut. Dabei steht wohl weniger die Wiederherstellung des guten Rufs im Vordergrund. Die Dame will vielmehr Kapital aus ihrem guten (angeheirateten) Namen machen. Und steht dabei in ihrer Geschäftstüchtigkeit dem Gatten in nichts nach. 

Dass sie über 30 Unterlassungserklärungen eingesammelt hat, auch von Günter Jauch und heroisch ihre Persönlichkeitsrechte vor Gericht gegen den allmächtigen Algorhytmus von Google verteidigt, wird nicht zufällig an dem Samstag bekannt, vor dem die attraktive 1,85 cm große Blondine dann am Montag die Titelseite des FOCUS zieren wird. Und selbst das ist nur Teil einer Vermarktungsstrategie für das in der folgenden Woche erscheinende Buch der Bettina Wulff. Ein grandioses Comeback. Fragt sich nur wohin.

Will sie Angela Merkel das Kanzleramt streitig machen wie Doris Schröder-Köpf, während der Club der Ex-Ministerpräsidenten sich auf dem Spielplatz in Isernhagen trifft? Was will die Frau wirklich? Und wen interessiert das?

Sie ist nie gewählt worden und ihre einzig große Leistung war, Christian Wulff zu heiraten und mit schönen blauen Augen in die Kamera zu strahlen, als man den irrtümlicherweise zum Bundespräsidenten gemacht hat. Ihre kurze Vergangenheit hat keine Relevanz.

Eigentlich sollten wir ihr trotzdem eine “Rotlichtvergangenheit” andichten. Da hat sie mit Margot Käßmann ja was gemeinsam. Die ist mal besoffen über eine rote Ampel gefahren. Auch in Hannover. Da scheint viel los zu sein. Und vielleicht meldet Bild dann, FdoG hat Unterlassungserklärung abgegeben. Das steigert den Bekanntheitsgrad und damit die Reichweite. Und wenn wir dann noch behaupten, neben Käßmann im Dienst-Phaeton habe gar nicht Gerhard Schröder gesessen. Sondern Christian Wulff!