Der Mann, den sie Oberst nannten, hat einen Befehl zu verantworten, bei dem wohl einige “unschuldige Menschen” getötet wurden. Die Taliban  hatten zwei Tank-Lastzüge gestohlen. Mitten in der Nacht. Es stand nicht zu befürchten, dass die Sprit-Diebe sich damit über alle Berge machen wollten, um die heimischen Kleinwagen zu betanken. Sondern vielmehr, dass man die explosiven Fahrzeuge nutzt, um auf einem NATO-Standort per Explosion ein kleines Blutbad anzurichten. 

Vor diesem Hintergrund erschien es dem Obristen angemessen, vorsorglich die gestohlenen Lastwagen zerstören zu lassen. Dass dabei, mitten in der Nacht, andere Menschen als die Spritdiebe zu Schaden kommen könnten, erschien eingedenk der Tageszeit unwahrscheinlich. Auch hielten die Fahrzeuge sich außerhalb einer geschlossenen Ortschaft auf, als sie aus der Luft angegriffen wurden.

Dass die Taliban sich mittlerweile im Sand festgefahren hatten und ihrerseits von der lokalen Bevölkerung beklaut wurden, wird angenommen. Wie friedfertig wie viele der Opfer des Angriffs wirklich waren, weiß kein Mensch. Die islamistischen Terroristen halten sich bekannterweise nicht an die Genfer Konvention und tragen statt einer Uniform, die sie für den Gegner von der Zivilbevölkerung unterscheiden könnte, lieber Landestracht.

Dass der Mann mit dem Vornamen Oberst damals nichts falsch gemacht hat, darf als gesichert gelten. Sonst hieße er nicht ab sofort General Klein. Nun braucht er einen neuen Vornamen. Denn den Rang des Generaloberst gibt es seit den Nazis nicht mehr.