Es geht um die fünf Krisenländer, und wenn wir die nehmen, für sich genommen, also Italien, Griechenland, Portugal, Spanien, Irland, dann haben wir da 9,2 Billionen. Das sind also 9200 Milliarden Euro. Und da liegt eigentlich schon ein Aspekt, der vielen Bürgern überhaupt nicht klar ist. Die denken, na ja, jetzt haben wir die Staaten gerettet, dann können wir da die Banken auch noch retten. Weit gefehlt! Die Bankschulden sind ja fast dreimal so groß wie die Staatsschulden. Die Staatsschulden dieser fünf Länder sind 3,3/ 3,4 Billionen, und hier reden wir über 9,2 Billionen Bankschulden. In der Summe, wenn man die Doppelzählung herausnimmt, sind das gigantische 12.000 Milliarden Euro.

Diese Rechnung macht Hans-Werner Sinn im Deutschlandfunk auf. Und das nur für die “fünf Krisenländer” Irland, Portugal, Griechenland, Spanien und Italien. Von Frankreich, das viel unsolider dahsteht als Italien, ist da noch nicht die Rede.

Wenn nur 20 % davon ausfallen, sind 2,4 Billionen fällig. Zum Vergleich: Die Gesamtverschuldung Deutschlands macht 2 Billionen aus. Und der Bundeshaushalt gerade mal 300 Mrd. €.  Die Steuereinnahmen machen noch nicht mal eine Billion aus.

Sinn will die Gläubiger der Banken in die Haftung nehmen. Ich glaube, dass die in diesem Fall nicht einmal viel Geld verlören. Denn mit der fortgesetzten Retung von Banken und Staaten ist das Anreizsystem des Marktes außer Kraft gesetzt. Die Kapitalisten kassieren die Zinsen und die Allgemeinheit trägt das Risiko. So kann es nicht sehen.

Wenn die Geldgeber den Verlust ihres Vermögens befürchten müssten, würden sie anders agieren. Sie würden nach einer Lösung suchen, die ihnen den größten Teil des Kapitals rettet. Sie würden also einem Moratorium zustimmen und Zins und Tilgung stunden. In der Hoffnung doch noch irgend etwas zurück zu bekommen.