Was wir brauchen, ist der Binnenmarkt. Offene Grenzen, Niederlassungsfreiheit, keine Zölle und wenige gemeinsame Standards. Den Rest machen wir selbst. Denn wir fahren eigentlich gerne nach Griehenland in Urlaub, essen französischen Käse und trinken italienischen Wein. Automobile sind schon längst europäisch, wenn man sie auf ihre Einzelteile zerlegt. Der Mini etwa wurde in Teilen in München entwickelt, seine Motoren stammen aus Frankreich und er wird in Großbritannien gebaut – dabei kommen Komponenten, Maschinen und Anlagen, Microchips und Getriebe, Sitzpolster und Elektromotoren aus der ganzen Welt zum Einsatz. Ein Symbol dafür, dass die reale Welt ein Europa lebt, das eine 27-köpfige Bürokraten-Kommission und ihren permanenten Anspruch auf Intervention in das individuellen Lebensverhältnisse vom CO²-Verbrauch bis zur Energiesparlampe nicht braucht. 

Wir brauchen auch den Euro nicht. Unserre Geschäfte mit Skandinavien und Großbritannen, Polen, Tschechien und Bulgarien leiden nicht daran, dass diese Länder ihre eigene Währung haben. Und auch die Schweiz boomt – sogar ohne EU-Mitgliedschaft. Andererseits zeigt Island, dass man auch ohne ESM; ESFS und EURO-Retter von alleine wieder auf die Beine kommen kann, was den griechischen Freunden auch dann nicht gelingen dürfte, wenn wir ab morgen nur noch Oliven, Schafskäse und Tsaziki verspeisen.

Europa braucht weniger Bürokratie, weniger Intervention, weniger Staat. Insgesamt  und auch in jedem einzelnen Land. Europa braucht eine Rechtsform, die die Freiheit und die Vielfalt garantiert und nicht versucht, immer mehr Rechte und Kompetenzen an sich zu ziehen.

Die Menschen leben dieses Europa schon lange gegen den Widerstand der EUdSSR. Sie brauchen diese EU nicht.