Dass der Spiegel unter seinem Eigentümer, dem Erben Augstein, zur veritablen Neuauflage  des “Stürmer” entwickeln könnte, war bisher selbst vom übelsten Kritiker nicht angenommen werden. Was Jakob Walser aber heute in seiner Kolumne bei SPON absondern darf, übersteigt selbst das Geseiere seiner Halbschwester Franziska und das Schlußstrichgeschwafel seines leiblichen Vaters. Es ist mehr als nur ein Indiz für den klammheimlichen Antisemitismus, den Leute wie Jakob der Lügner hoffähig machen.

Dass die Israelis längst über Atomwaffen verfügen, ist kein Geheimnis. Dass die nicht darüber reden, zeigt eben den Charakter, den diese Bewaffnung hat. Sie soll die Existenz des Landes schützen und den umstehenden arabischen Friedensfreunden deutlich machen, dass sie als zweite sterben, wenn sie es geschafft haben sollten, Israel ernsthaft zu gefährden.

Die Unterbringung dieser Atomraketen auf U-Booten unterstreicht den abschreckenden Charakter. Wenn das Land zerstört ist, schwimmen die Submarines immer noch auf dem Meeresgrund.  Das bringt die Mullahs vielleicht doch noch zum Nachdenken, wenn sie die Bombe haben. Wer als erster drückt, stirbt zuletzt.

Dieses Prinzip der Abschreckung hat dem Westen immerhin jahrzehntelang die Russen vom Hals gelassen. Die waren keinesfalls so friedfertig, dass sie darauf gewartet hätten, dass wir freiwillig unseren Übertritt zum Sozialismus erklärt hätten.

Mit der Entwicklung der Nukleartechnik hat Deutschland allerdings nichts zu tun gehabt. Das haben die Israelis ganz alleine geschafft. Und die Griechen kriegen ihre Waffen auch geschenkt. Durch Schulden, die sie nicht zurück zahlen können,  oder von Frankreich. Das ist nichts neues.

Augstein ist ein Kapitalist. Seine prominente Stellung verdankt er nur seinem Namen und seinem Geld. Sonst wäre er bestenfalls ein unbekannter Journalist und nicht Kolumnist bei dem Laden, der ihm mehrheitlich gehört.

Augsteins Kolumne heißt “im Zweifel links”. Im Zweifel blöd wäre besser.