Erinnert sich noch jemand an Renate Kühnast und ihre Träume von Berlin? Damals machte die Grüne gar keinen Hehl daraus, dass sie sich eigentlich kein bisschen für Berlin interessierte, es sei denn, sie darf die Regierung führen. Nobbi Röttgen sieht das wohl ganz ähnlich, der Unterschied besteht in der Berichterstattung. Denn bei dem CDU-Sozi werden die Medien ganz plötzlich total investigativ und ernennen Röttgens Unwillen, nach der Wahl einen langweiligen Platz im Düsseldorfer Landtag gegen sein prestigeträchtigen Ministerposten zu tauschen, zum Ausschlusskriterium bei der NRW-Wahl.

Eigentlich ist das gar nicht so schlecht, aber dass das ganze nichts mit einer Überprüfung der Glaubwürdigkeit des Kandidaten zu tun haben, ist eben nur zu deutlich beim Vergleich mit der durch und durch guten Frau Kühnast zu erkennen.