In einem Kommentar zu einem Artikel, der sehr schön die Anmaßungen und das Beleidigtsein einer Journalistin beschreibt, äußert der Kommentator die optimistische Hoffnung, Journalisten könnten auf Dauer nur das schreiben, was Menschen auch lesen wollen.

Doch nein, leider stimmt das nicht. JournalistInnen können hierzulande schreiben und sagen, was sie denken, was wir lesen und dann auch denken sollen. Denn ein großer Teil von ihnen wird nicht von den freiwilligen Zuschauerinnen, Leserinnen, Hörerinnen bezahlt, sondern lebt nicht schlecht von unseren Zwangsabgaben. Diese Position nutzen sie dazu, uns einzutrichtern, daß wir nicht richtig ticken, wenn uns diese und andere Gängeleien und Enteignungen stören.

So, wie jüngst Dieter Moor. Der schlug doch ernsthaft vor, die Freiheit, von der wir gerade einfach zu viel haben, für ein paar Jahre abzuschaffen. Natürlich nur als Begriff, also kein Grund zur Aufregung. Aber es hätte doch den angenehmen Nebeneffekt, daß wir nicht einmal mehr Worte hätten, die mannigfaltigen Unverschämtheiten und Rechtsverletzung beim Namen zu nennen.

Eine Entgleisung? Keineswegs, man erinnere sich an den Aussetzer der selbstgerechten Frau Schausten. Und auch viele andere Beispiele (etwa hier oder hier) in diesem Blog zeigen, wie weit Moor & Co. auf ihrem Weg schon gekommen sind. Ach, würden sie doch das letzte Wort von Peter Lustig ernst nehmen und endlich: abschalten.