Die Implosion der Rettungsschirme ist wohl nicht mal eine Frage der Zeit. Dass immer mehr frisch gedrucktes Geld nicht mal dem Mikrokosmos Griechenland aus der Krise geholfen hat, macht endgültig offenbar, dass sich die EURO-Gemeinschaft überfordert hat. Marktgesetze und ökonomische Gegebenheiten lassen sich nicht dauerhaft verleugnen. 

Was wäre gewesen, wenn man der bitteren Wahrheit im Frühjahr 2010 – also vor zwei Jahren – in´s Auge gesehen hätte? Und ein paar Milliarden weniger aufgewendet hätte, um ein paar französische und griechische Banken zu rekapitalisieren.

Die EURO-Staaten hätten nicht nur viel Geld gespart. Dass verwirrte Anreizsystem der Weltwirtschaft wäre auch in Ordnung gekommen.  Damit wären die Zinsen, die die Iren und Italiener zu zahlen gehabt hätten, höher gewesen. Aber das wäre es dann schon gewesen.

So wie der arme Anton Schlecker den wesentlichen Teil seines Vermögens vermutlich beim Sanierungsversuch seines Unternehmens verzehrt hat, so geht es der Summe der Staaten. Die haben sich hoffnungslos überhoben und können die eigene Schuldenlast vermutlich nicht mehr tragen.  Was nun kommt, kann keiner sagen.