You are currently browsing the monthly archive for January 2012.

Das Prinzip der Transaktionssteuer ist ganz einfach: Der Dealer kassiert ein zweites Mal. In unserem Beispiel heißt die Droge Geld und der Dealer Staat. Das Bahnhofsklo heißt “Standortprinzip” und führt dazu, dass der Dealer auch noch an den Einnahmen der Klofrau partizipieren kann. Denn wo immer der Junkie sich den Druck setzt, die Klofrau verdient mit.  Read the rest of this entry »

Advertisements

49 mal landete jeweils ein Nutzer einen Treffer mit der Suchanfrage “Skandal Sigmar Gabriel” auf diesem Blog. FdoG hatte davon berichtet, dass der gelernte Deutsch-Lehrer, frisch abgewählte Niedersachsen-Ministerpräsident und Ex-VW-Aufsichtsrat von eben diesem Konzern seine Niederlage mit einem 100.000 € schweren Beratervertrag versüßt bekam, Gegenstand: “Europäische Industriepolitik”, was immer der damalige niedersächsische Provinzpolitiker und Kurzzeit-MP dazu beizutragen hatte.  Read the rest of this entry »

Niedrigste Euro-Notierung seit 2010 titelt SPON alarmistisch und verkennt dabei die ökonomische Realität. Denn der Big-Mac-Index des Economist beweist nur eins: Auch 2010 war der Bic Mac mit rund 30% überbewertet. Würde er also um weitere 30% fallen, wäre das ein Segen für die europäische Export-Industrie.  Read the rest of this entry »

Mir reichts. Ich kann den Namen dieses angegrauten Schwiegersohn-Darstellers nicht mehr hören. Mir ist es völlig wurscht, wie viel Zinsen er bei der Finanzierung seines spießigen Einfamilienhauses gespart hat, ob er bei Air Berlin upgegradet wurde und wem er noch auf den Anrufbeantworter gepöbelt hat. Das ist wirklich nebensächlich und im Grunde der Rede nicht wert, selbst wenn man konstatiert, dass der Mann sich so verhalten hat, als ob er was zu verbergen hätte. Wer hier den Namen Wulff noch einmal erwähnt, wird mit einer Sperre nicht unter einem Monat versehen. Ich kann´s nicht mehr hören. Wirklich. Read the rest of this entry »

Wenn bei Christian Wulff jeder Buchstabe auf die Goldwaage gelegt wird und im ZDF-Wochenmagazin die netten Karrikaturen und Fake-Anzeigen, Buchtitel und Kommentare genüsslich vom “Online”-Redakteur vorgeführt werden, ist es schon bemerkenswert, dass er die berechtigte Häme, die ZDF-Studioleiterin Bettina Schausten für ihre Frage- und Antworttechnik nicht erwähnte. Ein weiteres Beispiel dafür, dass der öffentliche Rechtliche Rundfunk nur ein Unmaß kennt: Sein eigenes. Read the rest of this entry »

Die Reden Dörings und Rösslers brauchten gar nicht durch den Koalitionsbruch im  Mini-Saarland untermeniert zu werden. Sie waren desaströs genug: Eine Belanglosigkeit reihte sich an die andere, eine Plattitüde folgte auf die nächste. Die Überraschung des Tages war mal wieder Ex-Fallschirmspringer Niebel, der bei einem Absturz auch schon mal dem Tod ins Auge geblickt hat. Der Mann kann ohne Hicks und Komma reden und bringt auch noch Thomas Mann und Churchill unter. Vielleicht wäre das ja mal eine würdige Alternative für die Boy-Group. Ausgerechnet Niebel verpasste im Interview zum saarländischen Doppel-Namen Desaster der CDU die angezeigte Breitseite. Von Parteichef und designiertem Generalsekretär war dagegen selbst in den Hauptnachrichten nichts zu sehen.  Read the rest of this entry »

Früher war die Welt ganz einfach. Einmal am Tag erschien die Zeitung und Schlagzeile und Titelgestaltung entschieden über den ökonomischen Erfolg am Kiosk. Bei Spiegel, Focus und Konsorten ist das noch heute so. In der schönen “wide web world” ist das anders. Da zählt nicht nur der Besuch der Website, sondern auch die Anzahl der Klicks, die ein Artikel, eine Bilderstrecke bekommt. Je mehr, desto besser. Das Ergebnis ist fatal, wie man an der “Wulff-Affäre” sehen kann. Read the rest of this entry »

Ich habe es schon mehrfach dargelegt, aber das Amt des Bundespräsidenten ist in seiner jetzigen Form eine Verhöhnung der bundesrepublikanischen Demokratie. Daher wäre es am besten, wenn es in seiner jetzigen Form abgeschafft würde. Hier noch einmal die Gründe:

1. Die Bundesversammlung ist ein Verfassungsorgan, dessen einzige Aufgabe es ist, den Präsidenten zu wählen. Die Kandidaten werden von den Parteichefs gekürt, es kommt zu keinem Wahlkampf, das Ergebnis steht vor der “Wahl” fest und die Zusammensetzung der Bundesversammlung ist vor allem eines: undemokratisch. Eine Hälfte Abgeordnete, die andere irgendwelche Politrentner oder Prominente, die von den Parteien ernannt werden.

2. Der Bundespräsident ist überflüssig. Seine Funktion kann perfekt von anderen Amtsträgern ausgefüllt werden, zum Beispiel vom Bundesratspräsidenten. Die Auslandsreisen des Präsidenten sind reine Angeberei, haben kein politisches Gewicht und entgehen der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit in den meisten Fällen sowieso.

3. Der Bundespräsident und der ihn umgebende Apparat kosten eine Menge Geld, das ganz einfach eingespart werden könnte.

Wenn der Amtsinhaber schon nicht direkt gewählt wird, dann sollte das Land einfach ganz auf ihn verzichten. Der Politikbetrieb wird auch ohne einen Bundespräsidenten weiterlaufen.

Die Causa Wulff ist symptomatisch für den Zustand nicht nur der Republik. Da ist zunächst einmal die Person: ein in die Jahre gekommener Lieblingsschwiegersohn, bekennend katholisch und geschieden. Ansonsten erreicht die Stromlinienform des Charakters Profillosigkeit. Kein Programm, keine Vision sondern die Panik vor dem Machtverlust und dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit des Klinkerbaus am Rand eines niedersächsischen Straßendorfs gepaart mit dem Realitätsverlust, der von einem Leben hinter  Panzerglas erzeugt wird, das Wissen, Erfahrung und Erleben nur noch gefiltert möglich macht. Wulff ist keine Ausnahme sondern die Regel des rückratlosen politischen Repräsentanten, bedrängt von einer Presse, in der es ebenfalls an Journalisten mangelt, die Charakter, Profil, Unabhängigkeit und Maßstäbe missen lassen.  Read the rest of this entry »

Vor zwei Tagen haben wir hier festgestellt, dass die Meldung der wachsenden Altersarbeitslosigkeit nicht mal eine Ente ist. Das Gegenteil ist der Fall. So wie in Deutschland die Armen immer reicher werden und immer weniger werden so haben die Alten immer mehr Arbeit und immer mehr Rente. Soviel Rente, dass sie es sich leisten können, sich gegen einen ordentlichen Abzug früher auf die faule Haut zu legen. Der bayerische Ministerpräsident gehört offensichtlich nicht zu dem FdoG-Lesern. Sonst hätte er in der BILD-Zeitung nicht falsch fabuliert.

Read the rest of this entry »