Die Reden Dörings und Rösslers brauchten gar nicht durch den Koalitionsbruch im  Mini-Saarland untermeniert zu werden. Sie waren desaströs genug: Eine Belanglosigkeit reihte sich an die andere, eine Plattitüde folgte auf die nächste. Die Überraschung des Tages war mal wieder Ex-Fallschirmspringer Niebel, der bei einem Absturz auch schon mal dem Tod ins Auge geblickt hat. Der Mann kann ohne Hicks und Komma reden und bringt auch noch Thomas Mann und Churchill unter. Vielleicht wäre das ja mal eine würdige Alternative für die Boy-Group. Ausgerechnet Niebel verpasste im Interview zum saarländischen Doppel-Namen Desaster der CDU die angezeigte Breitseite. Von Parteichef und designiertem Generalsekretär war dagegen selbst in den Hauptnachrichten nichts zu sehen. 

Die Rede Röslers war ein inhaltsleeres Geschwafel, das weder im Ansatz seine Philosophie vom Säusel-Liberalismus intellektuell verpackte, wie es wenigstens Lindner vermocht hätte, noch einen Bestellzettel für die “Lieferung” präsentiert hätte. Statt dessen wurde die “Neue Mitte”, die Gerhard Schröder aus Kohl-Verdruß die Mehrheit verschafft hätte, zur “Starken Mitte” und dann wurde auch noch das allheilbringende “Wachstum” beschworen. Nur wie soll es sich einstellen? Und was tut diese Regierung dazu? Fehlanzeige.

In der politischen Gesässdemokratie ist die genaue Mitte ein ziemlich präziser Begriff für das übelriechende Nichts, aus dem nichts Gutes kommt.