Das ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten: Wer heute am Kapitalmarkt eine kurzfristige griechische Staatsanleihe für 40 € kauft, erhält Mitte März eine Rückzahlung von 100. Das nenne ich mal ein gutes Geschäft. Die FAZ hat ausgerechnet, dass das eine jährliche Rendite von 3800 Prozent ergibt. Staatlich garantiert durch Rettungsschirm und EU-Beschluss. Absurd.

Die Staatsanleihe hat bei Emission des Wertpapiers für die Anleihe 100 € erhalten. Sie zahlt Zins und Zinseszins und erstattet diesen Betrag am Ende der Laufzeit zu 100% zurück.

Aber man kann diese Anleihe auch verkaufen. Sie ist wie alle Staatsanleihen an der Börse handelbar. Weil vor ein paar Wochen noch von einer “Beteiligung” privater Gläubiger die Rede war, versuchten immer mehr – insbesondere institutionelle – Anleger, ihre Papiere zu verkaufen. Der Preis an der Börse sinkt.

Die Banken und Versicherungen, die für ihre Anleihen keine Käufer finden, das sind bei sinkenden Preisen nicht wenige, müssen nun diese in ihren Büchern auf den Markt- also Kurswert abschreiben. Dadurch entsteht ein Verlust. Und der frisst wiederum das Eigenkapital der Bank auf, weshalb die sich neues auf dem Markt suchen muss.

Das Problem ist, dass dieses Geschäftsmodell auch für irische, spanische und italienische Staatsanleihen funktioniert. So fördert der Rettungsschirm die Spekulation und der staatliche Eingriff verzerrt den Markt.