Deutsche Politiker wünschen sich die Vereinigten Staaten von Europa und achten dabei nicht auf die simple Tatsache, dass diese franko-teutonische Idee in einigen europäischen Ländern vielleicht gar nicht so gut ankommt. Zumindest mit den Briten und den Schweden wird ein Superstaat kaum durchsetzbar sein. Und die Inselnation hat gestern schon einmal den Anfang gemacht.

Premier David Cameron lehnte jedes Zugeständnis in Richtung einer weiter vertieften gemeinsamen Wirtschafts- und Finanzpolitik ab und verabschiedete sich damit schon einmal aus weiteren Diskussionen um immer neue Rettungsideen  für die Eurozone. Damit steht fest, dass die Briten aus der bereits im Treaty of Rome festgeschriebenen Doktrin der “ever closer union” aussteigen und dem endgültigen Ausstieg aus der EU ein Stück näher gekommen sind. Die Frage ist nicht mehr, ob das Vereinigte Königreich seine Mitgliedschaft beendet, sondern wann es das tut.