Und gießen Öl hinein. Die Euphorie an den Börsen wird schnell dem Kater weichen. Doch dann ist das Geld verpufft und entweder wird durch Inflation saniert oder aber die Schulden müssen zurück gezahlt werden. Und schon wieder setzt die Intervention einen falschen Anreiz: Die Börsenwerte steigen, weil das ohnehin vorhandene Geld in die Aktienmärkte fließt. Die sind zwar volatil, haben aber den Vorteil, Inflationssicher zu sein – Nach der Inflation haben die Aktien noch einen Wert, das Papiergeld nicht.

Die Banken müssen sich endlich wieder an einen Tisch setzen und Geschäfte miteinander machen. Solange aber die panischen Notenbänker sich jedesmal wieder erpressen lassen und die Geldschleusen mit der Notenpresse öffnen, werden sie das lassen. 

Es scheint als wollten die Notenbänker meinen letzten Post bestätigen, in dem sie wieder einen falschen Impuls setzen und damit einen falschen Anreiz geben. Die Marktteilnehmer lernen schnell. Nun wird es noch schmerzhafter, sie wieder daran zu gewöhnen, für sich selbst zu sorgen. Dabei schwant selbst ihnen, dass das Spiel nicht endlos weiter geht.

Es gibt ein Vorbild für eine solche Stabilisierung des Bankensektors: der deutsche Einlagensicherungsfonds der deutschen Privatbanken. Die bürgen füreinander und das sorgt dafür, dass sie einander auf die Finger schauen. Das hat zu einer anderen Risikokultur geführt und dafür, dass eine deutsche Geschäftsbank nicht durch die erste Bankenkrise unter gegangen wäre.

Die IKB und die Commerzbank sind Ausnahmen, die diese Hypothese nicht unbedingt widerlegen: Die IKB war, als sie genau genommen Bilanzbetrug begang ohne Geschäftsmodell und im merheitlichen Eigentum der Bundesrepublik Deutschland: D a s macht leichtsinnig.

Die Commerzbank hätte die Hilfe nicht nötig gehabt. Sie wollte nur mit der defizitären Dresdner Bank fusionieren, die der Allianz gehörte. Die Verluste sparte sich die Versicherung zu gunsten des Bankenrettungsschirms.

Und der Weltökonom-Nachfolger, Helmut-Schmidt-Adoptivsohn, versierte Spiegel-Schach-Spieler und gefühlte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte e n d l i c h eine Bank, die unter diesen Schirm schlüpfte, nachdem der Deutschbänker Ackermann richtigerweise erklärt hatte, dass er sich schämen würde, wenn er Staatsgeld nehmen musste. Damit gefährdete der Schweizer die Merkelsche Fiktion, dass der Staat die Banken gerettet hätte. In Deutschland waren das fast nur die Banken, die ihm schon vorher gehört hatten.