130 Mrd. € sind die Goldreserven der Deutschen Bundesbank wert. Und mit denen sollen wir nun auch noch für den EURO-Rettungsschirm haften, wenn es nach unseren französischen Freunden geht. Die Bundesbank wehrt sich – noch. Neben dem Gold geht es natürlich auch um deren Unabhängigkeit nachdem man die EZB ja schon erfolgreich geschliffen hat. Und der Bundestagsbeschluss wird von der Eurokratie einfach mal ignoriert. 

In Cannes hat man offensichtlich fieberhaft nach noch mehr Geld gesucht, um nicht nur die Griechen sondern auch die Franzosen, Italiener. Belgier und Spanier zu retten. Die Nichtschwimmer wollen den Ertrinkenden retten. Das wird wohl nicht funktionieren.

Es handelt sich um keine Währungskrise sondern um den Bankrott der repräsentativen Demokratie westlicher Prägung. Alle Staaten dieses Typs sind deFacto pleite und können wohl nicht mal die Zinsen für die aufgenommenen Kredite zahlen, weshalb sie keine neuen Gläubiger finden, wenn die alten Anleihen fällig werden.  Zwischen 6 – 8 Billionen € sind es alleine bei den EURO-Staaten, die USA haben sich mit 14 Billionen in die Scheiße geritten.

Die Führer der westlichen Welt haben sich in Cannes der Insolvenzverschleppung schuldig gemacht. Was tun, sprach Zeus? Wir haben eine auf die Staatenrettung spezialisierte Institution, dein IWF. Griechenland erklärt seine Zahlungsunfähigkeit und erhält im Gegenzug ein Massedarlehen vom IWF, das wiederum bevorzugt zurückgezahlt wird.

Alle anderen Gläubiger stunden Forderungen und Zinsen. Die Hälfte für 10 Jahre, die andere für fünf. Weitere Zinsen fallen in dieser Zeit nicht an.  Im Gegenzug tritt Griechenland aus dem EURO aus und erhält die Chance, in fünf Jahren wieder beizutreten, wenn die Konvergenz-Kriterien erfüllt sind. Wenn das bei Italien oder Spanien nötig wird, wird entsprechend verfahren.

Das wäre eine Alternative. Weiter neue Schulden machen, gutes Geld schlechtem hinterher zu werfen und den Big Bang so zu verschieben, um ihn umso größer werden zu lassen, ist keine.