Die charakterlosen Reaktionen deutscher Links-“Intellektueller“ auf das Massaker von 9/11 sind bereits an anderer Stelle ausführlich gewürdigt worden. Der Kontrast zu Jon Stewarts nachdenklicher und bewegender Ansprache in seiner ersten Sendung nach der Katastrophe könnte nicht größer sein. Ein amerikanischer Fernsehkomiker hat mehr Niveau hat als die gesamte deutsche Geisteselite. Woran liegt das? Stewart, der linke Kabarettist, weiß, dass es ein Privileg ist täglich zur besten Sendezeit über die politische Führung spotten zu dürfen. Dafür liebt er die USA und er wird dieses Privileg in den folgenden Jahren nutzen, um die Politik George W. Bushs zu kritisieren. Das ist der Unterschied zwischen den amerikanischen „Liberals“, die sich voller Stolz zum „American Way of Life“ bekennen, und somit zu den Werten, die der westlichen Zivilisation zugrunde liegen, und den deutschen Linken, die noch jedem Diktator und Terroristen hinterher laufen, so lange er nur „den Westen“ zu seinem Feind erklärt. Niemand legt beredteres Zeugnis vom Scheitern der geistigen Entnazifizierung Deutschlands ab als die antiimperialistische Linke. Auch das wurde am 11. September 2001 überdeutlich.