Pseudonyme sind sehr praktisch und die Autoren dieses Blogs nutzen sie ebenfalls. Google Plus erlaubt keine Pseudonyme und sperrt Benutzer, die nicht ihren Klarnamen verwenden wollen. Das können die Nutzer gut oder schlecht finden, wenn sie ihren Namen nicht angeben wollen, haben sie verschiedene Möglichkeiten: Sie können sich einen echt klingenden Namen ausdenken oder auf Google Plus verzichten. Aus irgendwelchen Gründen glauben einige Personen aber, die Firma Google hätte die Pflicht, Pseudonyme zuzulassen und verfassten einen offenen Brief. Eine nette Beschäftigung für die Freizeit könnte man nun denken, aber unter diesen Personen sind auch welche, die ein “MdB” hinter ihrem Namen tragen. Eine Firma in Kalifornien wird das kaum beeindrucken, aber es stellt sich die Frage, warum sich Dorothee Bär (CSU), Manuel Höferlin (FDP), Lars Klingbeil (SPD), Konstantin v. Notz (Grüne), Jimmy Schulz (FDP) und Peter Tauber (CDU) an eine Firma wenden, damit diese die Nutzungsbedingungen ihres gratis angebotenen Dienstes ändern, während die deutsche Regierung sich einen Dreck um die Persönlichkeitsrechte der Bürger schert. Die Parteien der Unterzeichner waren in den letzten Jahren an Regierungen beteiligt und so stellt sich die Frage, wo sie waren, als es um Dinge wie Vorratsdatenspeicherung, Bankengeheimnis, Bundestrojaner oder dergleichen waren. Auch kann ich mich an keinen offenen Brief erinnern, in dem die Abschaffung der völlig überflüssigen Meldepflicht gefordert wurde. Warum kümmern sie sich nicht einmal um die GEZ, die unter den merkwürdigsten Umständen an die Daten derjenigen kommt, die ihnen monatlich gefääligst eine willkürlich festgelegte Zwangsabgabe überweisen sollen?

Politiker, die sich als Datenschützer aufspielen, sich aber für den alltäglichen Missbrauch von Daten, gegen den sich der Bürger nicht durch die Nichtseinrichtung eines Google- oder Faccebook-Kontos wehren kann, nicht interessieren, weil er von der Regierung ausgeht, sind keine Datenschützer. Es sind lediglich Opportunisten.