239.745 Wähler haben die SPD gewählt, 247.312 waren es noch 2006. Schlimmer sah es allerdings für CDU und FDP aus. Die CDU verlor 80.266 Wähler, die FDP 60.012. Die NPD wählten 19.770 Wähler weniger und die PDS konnte 19.970 Wähler weniger begeisstern. Lediglich die Grünen gewannen 28.796 Stimmen. Dass doch immerhin 51,98 Prozent aller Stimmberechtigten im Landtag vertreten sind ist nur dem Schwund der Wahlberechtigten zu verdanken. 2011 waren 232.674 Menschen weniger wahlberechtigt als vor 5 Jahren. 181.366 Stimmen haben die im Landtag vertretenen Parteien insgesamt verloren.

Die gemessenen prozentualen Veränderungen beruhen nur bei den Grünen auf einem objektiven Stimmengewinn. Alle anderen haben verloren. Dass die Statistik das nicht nachweist liegt daran, dass die prozentualen Anteile nur die abgegebenen Stimmen nicht aber die absoluten Wahlberechtigten berücksichtigt. Und die werden immer weniger. In Meck-Pomm seit 2006 230.000. Da läge es nahe, dass die Verluste des bürgerlichen Lagers (140.000 Stimmen!) auf das demographische Problem zurück zu führen sind.

Nachdem sich aber bei allen anderen Landtagswahlen seit 2009 der selbe Trend zeigt, ist es wohl eher so, dass die Wähler von CDU und FDP ratlos zuhause geblieben sind. Das würde den Parteien eine Chance eröffnen: Zu tun, wofür sie gewählt wurden – das Land reformieren, ein neues Steuersystem einführen und den Griechen und den EURO-Rettern die kalte Schulter zeigen.