Sie haben richtig gelesen. Ein noch unter Verschluss gehaltener UN-Bericht hat festgestellt, dass die Seeblockade des GAZA-Streifens durch Israel angemessen und rechtmässig sei. Lediglich beim Einsatz gegen die “Hilfsflotte” hätten die israelischen Soldaten “maßlos” agiert. Da stellt sic nur die Frage, ob die zweifellos schlecht vorbereiteten israelischen Soldaten nach der Abseilaktion einfach ruhig hätten abwarten sollen, bis sie von den friedliebenden Aktivisten mit Eisenstangen erschlagen worden wären. Als Geste des guten Willens hat dann auch die Türkei gleich mal den israelischen Botschafter ausgewiesen, womit die Idee der Vereinten Nationen, den beiden Ländern Gelegenheit zu geben, ihre Beziehungen zu verbessern, gründlich fehlgeschlagen ist.

Für UN-Maßstäbe ist der Bericht ein Freispruch erster Klasse. Die Organisation ist selber so verwirrt, dass sie nicht weiß, ob und wann sie ihn veröffentlichen will.

Natürlich ist es traurig, dass es bei der berechtigten Aktion gegen die Friedensflotte Tote gab. Die trugen durch ihre dokumentierten Angriffe auf israelische Soldaten allerdings die Hauptschuld für den Schußwaffengebrauch. Das maßlos zu nennen, soll wohl von diplomatischem Geschick zeugen, damit die Türken nicht auch noch einen Krieg gegen Israel beginnen. So schicken sie nur den Botschafter nach hause. Das kostet keine Menschenleben.

Allerdings sollte uns das Verhalten der Türkei  zu denken geben. Es handelt sich hier wohl um einen veritablen Strategieumschwung. Nachdem das mit EU-Beitritt nicht so richtig klappt, gibt es auch im Nahen Osten neue Allianzen zu entwickeln. Dumm nur, dass die Potentaten dort langsam einer nach dem anderen vom eigenen Volk verlassen werden.

Wenn die GAZA-Blockade von der UN als rechtmässig bezeichnet wird, muss es dafür wohl einen Grund geben. Und der heißt: Gäbe es keine Blockade, so würden HAMAS und Konsorten sich fröhlich von ihren Waffenbrüdern aus Teheran und Beirut mit frischen Raketen und Waffenmaterial ausstatten, die umgehend auf israelisches Staatsgebiet weitergeschickt würden.

Das sollten sich unsere französischen und spanischen Freunde mal zu Gute halten, die die Anerkennung eines palästinensischen Staates durch die UN-Vollversammlung für eine gute Idee halten.