Die sogenannten “Empörten” in Spanien wählen bekanntlich den Weg des sichersten Widerstands und so geben sie richtig Gas, wenn der Papst nach Spanien kommt. Sicherer kann gar nicht protestiert werden, seit die Schweizer Garde keine Auslandseinsätze mehr unternimmt, um die Macht des Pontifex zu stärken. Und so können die, die sonst für jeden noch so dämlichen Grund Steuergeld aus dem Fenster schaufeln wollen, gegen die Steuerverschwendung beim Papstbesuch und seine zahlreichen anderen Vergehen demonstrieren, um die sich im Prinzip kein Mensch kümmern muss. Ein ganz buntes Bündnis aus Feministen, Queer-Aktivisten und Linken, also ein sozialistisch-graues und überhaupt nicht buntes Bündnis, hat so aber die Möglichkeit, den ganz tiefen Wunsch nach Randale und Opferrolle auszuleben. Die “Empörten” haben sonst bekanntlich nichts zu tun, sie könnten zwar überlegen, wie sie endlich einen Job kriegen, aber das Leben als professioneller Vollzeitaktivist ist doch irgendwie viel cooler.