Denn da haben wir das hier und später  hier festgestellt. Grund sind die falschen Anreize, die die Staaten gegenüber den Banken und Investoren gesetzt haben.  Das war hier schon am 18. November zu lesen. Nun sind alle ganz überrascht, dass das Geschäftsmodell sich fortsetzt. Diesmal macht es die italienische Bananenrepublik den Anlegern leicht, einen Vorwand dafür zu finden, die Zinsen für italienische Staatsanleihen in die Höhe zu treiben, um sie irgendwann an den Rettungsschirm zu verkaufen. Und schon gerät das politische Establishment in Aufruhr, der nächste Krisengipfel steht an und die EZB fordert die Erhöhung des Rettungsschirms, um die Fiktion aufrecht zu erhalten, sie sei nicht pleite.

 Denn sie hat laut SPON ein paar Hundert Milliarden € Staatsanleihen in den Büchern. Nicht nur die, die sie gekauft hat, obwohl ihr das verboten ist, sondern auch die, die sie als Sicherheit akzeptiert. Bis zum heutigen Tage, wie Zeit Online meldet. Längst wäre Europäische Zentrale Bad Bank der Hauptleidtragende einer Griechenland-Umschuldung, weil sie mit 48 Mrd. € meisten griechischen Staatspapiere in den Büchern hat. Hinzu kommen rund 90 Mrd., mit denen sie die maroden griechischen Banken refinanziert hat. Und das ist laut SPON der Stand von Ende April. Weniger dürfte das nicht geworden sein.

Dazu kommen noch 840 Mrd. € “nicht marktfähige Sicherheiten”. Nur nicht marktfähige Sicherheiten sind nicht sicher. Fällt der Gläubiger aus, sind die Sicherheiten nichts mehr wert.

Das alles ist nicht neu. Und man kann es erfahren, wenn man über einen Internet-fähigen Rechner und einen passenden Zugang verfügt. Dafür braucht man keine Experten, Sachverständigenräte, Stäbe, Wirtschafts- und Finanzministerien, keinen IWF, keine EU, keine OECD. Um zu erkennen, dass die versammelte politische Führung Europas den Kontinent in die Pleite geführt hat, braucht es nicht mal Rating-Agenturen. Das kann jedermann mit bloßem Auge erkennen.

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