Weil ihm das finnische Wahlergebnis und daraus folgende VETO der Finnen gegen den Rettungsschirm nicht passt, will Alexander Alvaro, stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsausschuss im EU-Parlament einfach mal die Spielregeln ändern. Achtzig Prozent Zustimmung würden doch auch reichen, um seinem Heimatland Portugal (der Mann hat zwei Staatsbürgerschaften) unter den Rettungsschirm zu helfen. 

Da kann man sich nur fassungslos an den Kopf greifen. Auch noch ein liberales Mitglied eines Parlaments meint, man könne doch einfach die Geschäftsgrundlage im Nachhinein verändern, n a c h d e m die Finnen EU und EURO beigetreten sind. Das nennt man retrograde Enteignung. Denn enteignet werden die Finnen ja schließlich.

Dass die ganze völlig zweckfreie Retterei aber gegen das Bail Out Verbot des Lissabonner Vertrages verstösst, interessiert ja auch keinen. Wozu eigentlich noch Gesetze und Verfassungen. Die machen hinterher sowieso, was sie wollen.