Im Deutschlandfunk-Interview heute morgen sprach der Botschafter der Arabischen Liga in Deutschland davon, dass er Regierungen vertrete und nicht Völker. Deshalb könnte er einer No-Fly-Zone über Lybien nicht “uneingeschränkt” zustimmen. Das ist für den “Westen” Vorwand genug, zu prüfen, zu sondieren und zu erkunden, statt zu handeln und den Rebellen mit Spezialeinheiten, Waffen oder wenigstens gezielten Bombardements des Palasts von Gaddafi zur Hilfe zu eilen. Wie Heather Deslisle beim European schon bemerkte, bis der Westen handelt, sind alle Rebellen tot. 

Dabei bräuchte man sich nicht einmal die Hände schmutzig zu machen, sondern könnte mit Kampfhubschraubern, Jagdflugzeugen und unbemannten Drohnen genug Schaden anrichten, um den völkermordenden Feldzug Gaddafis zu stoppen und den Menschen zu mehr Chancengleichheit zu verhelfen. Was in Pakistan möglich ist, wird auch in Tripolis klappen. So weit vom Strand steht Gaddafis Räuberhöhle gewiss.