Das Studium der Theologie mögen viele Studienanfänger für recht trocken halten, aber dass es möglich ist, protestantische Dogmen und den Suff zu vereinen, zeigt die Ruhr-Universität Bochum. Gestern wurde dort eine neue Honorarprofessur an niemand geringeren als Margot Käßmann, die ehemalige Vorsitzende der EKD und große Afghanistanexpertin, vergeben. Isolde Karle, Dekanin der Evangelisch-Theologischen Fakultät und Inhaberin des Lehrstuhls für Homiletik, Liturgik und Poimenik bemerkte ganz richtig: “Jetzt kriegen wir noch mehr Frauenpower!” (NP von heute) In einer Erklärung der Fakultät wurde Käßmann als “große Impulsgeberin” gewürdigt. Und es dürfte jedem, der einmal eine Universität besucht hat, klar sein, dass Frau Käßmann nun dort angekommen ist, wo sie hingehört: Ersi-Partys, Studentenverbindungen und die umliegenden Kneipen verströmen ein derart feucht-fröhliches Klima, dass sich die ehemalige Bischöfin wahrlich in ihrem Element fühlen dürfte.

Interessantes Detail: Die Frau Dekanin, die nun ihre neue Kollegin feiert, wird auf einer Sonderseite der Universität als eines von 25 weiblichen Vorbildern vorgestellt. Vielleicht sollte man zur Feier des Tages die Professorin Käßmann als Nummer 26 in der Liste aufnehmen. In diesem Sinne: Prost!