Schweden hat am Wochenende geerntet, was die Politik im “Volksheim” seit Jahren hat heranwachsen lassen: Ein Selbstmordattentäter hat sich in Stockholm in die Luft gesprengt und nur eine ganz große Portion Glück verhinderte ein Blutbad. Ganz schnell verbreitete man die Mär vom “Einzeltäter” und erwähnte seine Motive nur am Rande. Spiegel Online schaffte es, in seiner Meldung nur ein einziges Mal das Wörtchen “Islam” vorkommen zu lassen (in einem Zitat aus der “Pressemeldung” des Täters) und das Wörtchen “Muslim” kam gar nicht vor. Die Redaktion handelte also ganz und gar kultursensibel oder ging von vorneherein davon aus, dass die Leserschaft ohnehin einen übermotivierten Anhänger der Religion des Friedens hinter dem Attentat vermutet und keinen Tamil-Tiger. In Schweden, dem Land des modernen Antisemitismus und der kultursensiblen Koexistenz von sozialistischem Staat und migrantischer Gewaltkultur muss eben jeder vorsichtig sein, wenn er sich über die Mitglieder einer nicht selten gewaltbereiten Religion äußert. Auch die Tatsache, dass der Täter lange im britischen Luton gelebt hat, einer Keimzelle des europäischen Dschihad, wundert niemanden.

Aber keine Sorge, die Journaille arbeitet schon daran, das Bild in ihrem Sinne gerade zu rücken, weshalb FR-Kommentator Hannes Gamillscheg seine paar Worte zu dem Attentat mit “Falscher Generalverdacht” überschreibt, denn der ist bekanntlich viel schlimmer als ein paar dutzend Passanten, die von dem Wahnsinnigen hätten zerfetzt werden können. Klar: Terror findet der Hannes auch nicht gut, auch wenn die Gründe (Afghanistan & Karikaturen des “Propheten”) noch so gravierend sind. Die Unkenntnis des Autors über die Situation in Schweden drückt dieser Satz aus:

“Die Sicherheitspolizei muss erklären, wie ein Mann durchs Netz schlüpfen konnte, der auf Facebook mit der Al-Kaida-Fahne posierte und aus seinen radikalen Ansichten kein Hehl machte.”

Sowohl Schweden als auch England sind voll von diesen Figuren! Es gibt eine schwedische Antisemiten Partei, in London posieren Vermummte mit Schildern, auf denen den Europäern ein religiöser Holocaust prophezeit wird, Vielweiberei und Importbräute sind auf der Tagesordnung und ein Großteil der dortigen Politiker ist mehr um das gute Feeling dieser Gestalten im Gastland bemüht, als um die Sicherheit der ungläubigen Teile der Bevölkerung. Die europäische Presse ist nicht besser: Der Wahlerfolg von Geert Wilders oder die paar Abgeordneten der obskuren Schwedendemokraten haben für einen größeren Aufschrei gesorgt, als der jüdische Exodus aus Südschweden oder der Anschlag von Stockholm.

Die Gefahren, die ein auf eine einzige kulturelle Minderheit zugeschnittener Multikulturalismus mit sich bringt wird konsequent ignoriert und geleugnet. Die Berichterstattung erfindet den Einzeltäter, dessen Handlungen außerhalb ihres ideologischen Rahmens dargestellt werden. In vielen Texten fehlte nur noch das bekannte Attribut “geistig verwirrt”, um den Zusammenhang mit der Religion des Täters auszuklammern. Noch mag diese Form des “don’t ask, don’t tell” funktionieren, aber irgendwann wird auch das nicht mehr klappen und einige schmerzhafte Wahrheiten werden auch in den Redaktionen von Hamburg über Frankfurt bis München nicht mehr zu unterdrücken sein. Im schlimmsten Fall aber erst dann, wenn ein oder mehrere muslimische Fanatiker mit ihren Selbstmordmissionen den Erfolg erziehlen, den Taimour Abdulwahab in Stockholm nicht hatte. Oder beim nächsten Anschlag oder beim übernächsten oder irgendwann danach…