Seit Chruschtschow in der UN-Vollversammlung mit dem Schuh auf den Tisch schlug, sollte allen Beobachtern klar sein: In der “Vollversammlung” sind die Diktatoren und Potentaten in der Mehrheit. Und Machmut Achmadschenidschad (oder wie immer der sich schreibt) ist nur das skurillste Beispiel für all die Völkermörder und Verbrecher, die dort mit diplomatischern Immunität große Reden schwingen. Das Völkerrecht schützt die Völkermörder vor der Verfolgung durch das eigene Volk.

Roman Herzog hat schon während seiner Amtszeit als Bundespräsident eine “Weltinnenpolitik” gefordert. Die “Einmischung in die Inneren Angelegenheiten” können sich die Amerikaner aber schon bei den Chinesen nicht mehr leisten, weil die die meisten amerikanischen Staatsanleihen halten. Wenn sie die gleichzeitig verkaufen, wird aus den USA eine hellenistische Tragödie, gegen die kein EU-Rettungsschirm mehr hilft.

Chinesen und die gelenkten russischen Demokraten lassen ihre geopolitischen Interessen weltweit spielen. Erstere finanzieren veritable Menschenrechtsverletzer, indem sie flächendeckend etwa dem Sudan das Erdöl abkaufen. Selbst der Völkermörder Mugabe, der bestimmt auch noch in New York an´s Rednerpult tritt, kriegt noch mal frische Waffen mit einem Chinesischen Frachter.  Und der Iran darf sich darüber freuen, dass die Russen ihm auch noch das Atomkraftwerk bauen und anstellen.

Die Vereinten Nationen sind eine demokratische  Veranstaltung, bei der die Diktaturen die  Mehrheit und im Sicherheit das VETO-Recht haben. Sie haben sich längst zum Dienstleister der Mehrheit gemausert. Der Millenniumsgipfel klagte nichts anderes ein als die versprochene Alimentierung der Gewaltstaaten, die damit ihren Unterdrückungsapparat finanzieren und sich unabhängig von der Wertschöpfung und den Steuereinnahem ihrer stattdessen verhungernden Staatsvölker feiste Nummernkonten nicht nur in der Schweiz anlegen.