Nicht ohne vorher mit 30 Hieben ausgepeitscht worden zu sein, wurde eine schwangere Witwe vom örtlichen Taliban-Kommandeur mit drei Kopfschüssen hingerichtet, weil sie eine “unerlaubte Affäre” gehabt habe. Der Ehebrecher ging dagegen straffrei aus. Die Barbaren sind lernfähig. Damit die arme Frau und ihr ungeborenes es nicht einmal tot auf die Titelseite von TIME Magazine oder vergleichbaren Medien schaffen, wurden ihre sterblichen Überreste in ein “von den Islamisten” kontrolliertes Gebiet verschleppt.

Viele meinen, dass uns das Unrecht am Hindukusch nichts anginge. Andere sagen, dass sei zwar bedauerlich, aber nicht zu ändern. Und viele nehmen diese Meldungen nicht zur Kenntnis und echauffieren sich, dass Leute wie der Henker Opfer von “gezielten Tötungen” werden könnten.

Wikileaks hat sich noch nicht damit hervorgetan, auf 100.000 Seiten die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen derjenigen zu dokumentieren, die den Islam zu Unrecht für ihre barbarischen Verbrechen in Anspruch nehmen. Erst wenn die es mal wieder schaffen, mit Bomben oder Fässern einen westeuropäischen Vorortzug in die Luft zu jagen und unter unsereinem Kolleteral-Schäden für ihre gerechte Sache anzurichten, wird uns vielleicht gewahr, dass das Zeitalter Scholl-Latours vorbei ist, in dem sich Terroristen noch nicht in Flugzeuge setzen konnten, keine Mobiltelefone und Satellitenverbindungen nutzen konnten und der Hindukusch so viele tausend Kilometer entfernt war, dass man das dort stattfindene mittelalterliche Unrecht nicht zu ignorieren brauchte, weil man davon nichts mitbekam.

Die Welt kann sich keine rechtsfreien Räume mehr leisten und ist dringend darauf angewiesen, auch in Afghanistan “islamistisch kontrollierte Gebiete” nicht zuzulassen. Menschenrechte sind aus Eigennutz unteilbar. Wer im Iran Frauen steinigen will, für den sind auch in Deutschland Menschenleben ohne Wert.

Wenn wir das vergessen, wird der 11. September sich schneller wiederholen, als wir uns vorstellen können.