Mit der Regulierung der Finanzmärkte überhebt sich die staatliche Autorität. Dafür weiß und versteht sie zu wenig. Sie kann deFacto wirksam immer nur im Nachhinein eingreifen und versuchen “ex post” den von ihr gewünschten Zustand herzustellen. Prinzipielle negative Regeln sind dagegen wirkungsvoll, weil sie für alle auf dem Markt aktiven Teilnehmer fairen Wettbewerb sicherstellen.

Aber auch hier gilt, der Staat weiß immer weniger als alle Marktteilnehmer zusammen. Die wissen einzeln auch nicht mehr, können aber über das zentrale anonyme Marktinformationssystem, den Preis, ihr Verhalten ausrichten. Der Preis sagt jedem, was ein Gut oder Vermögensgegenstand wert ist, aber nicht warum.

Würden die Begründungen der Analysten und Börsenberichterstatter stimmen, dann stünden sie da nicht. Sie wären reiche Leute und bräuchten nur gelegentlich ihr Vermögen gewinnbringend umschichten.

Das knappste Gut auf der Welt ist nicht das Geld, sondern Wissen. Nach F.A. v. Hayek gibt es davon zwei Arten: konkretes und abstraktes Wissen.

Konkretes Wissen von Zeit und Raum ist individuell und nicht aggregierbar. Vorhersehbar ist es schon gar nicht. Abstraktes Wissen ist die Erklärung des Prinzips: Es kann etwa beschreiben, wie sich Angebot und Nachfrage verhalten, ohne vorherzusagen, für welches Gut welcher Preis erzielt wird.

Konkretes Wissen ist Know how oder Erfahrung. Es erleichtert, sich in einer konkreten Situation zu entscheiden, eine Tätigkeit auszuüben oder Dinge zu beurteilen. Dieses Wissen ist aber an seinen Träger gebunden. Anders gesagt, das Wissen des Spekulanten und Börsenhändlers, mit dem der sein Verhalten nach Risiken ausrichtet, ist nicht auf eine Regulierungsbehörde übertragbar.

Im Gegenteil, die Summe der Börsenmakler weiß immer mehr und das immer schnellerm als der Regulierer. Weshalb sein Versuch scheitert und den Markt verzerrt. Nicht zugunsten der Öffentlichkeit.