Griechenland braucht jetzt natürlich doch umfangreiche Finanzspritzen, der erste Schritt in Richtung eines EU-Finanzausgleichs ist getan. Als erstes Land möchte übrigens Spanien schon nächste Woche ein paar Milliarden locker machen – Spanien? Ganz richtig, der andere große Pleitekandidat der Euro-Zone, der in den letzten Jahren durch eine wahnwitzige Ausgabenpolitik aufgefallen ist, die in den Medien gerne als Zeichen eines spanischen Wirtschaftswunders gedeutet wurde, gibt Geld aus, das er nicht hat, um ein Land zu stützen, das deswegen Pleite ist, weil es jahrelang Geld ausgab, das es nicht hatte.

Das klingt völlig irre, die Idee macht aus spanischer Sicht aber Sinn. Die Regierung in Madrid unterstützt natürlich allzu gerne ein Umverteilungs-System, das sie möglicherweise schon bald selber in Anspruch nehmen muss. Warum sollte sich ein Staat finanzpolitischen Realitäten stellen, wenn er genau weiß, dass im Falle des Falles irgendein Dummer bereitsteht, um die Zeche zu zahlen?