Der “Kinder-Stürmer aus Kreuzberg” (Broder) ist bekanntlich total funky und darum wechselt die Redaktion auch mal für eine Woche ihre Spitze aus. Zur Chefin wurde Jungspund Katharina Strothmann gewählt und die eigentlichen Chefs sind nur noch ihre einfachen Mitarbeiter. “Von unten nach oben” nennt die Taz dieses Konzept und ein Blick auf die Kommentarseite zeigt: Der Name stimmt völlig. Denn genauso wie beim gelegentlichen Ausfegen eines Zimmers allerlei unangenehme Überraschungen von unten nach oben befördert werden, bugsierte die hippe Interims-Redaktionsleitung jede Menge geschriebenen Mist unter das Label “Debatte”. Ein ganz besonders albernes Stück Primitiv-Propaganda im Klassenkampfjargon liefert Katharina Sass unter der Parole “Bastion Gymnasium stürzen!” ab und ohne das Taz-Logo könnte der Leser denken, er habe sich auf die Seiten des Nachrichtenmagazins Titanic verirrt.