zu Eurem soliden Wirtschaftswachstum:

12,5 Prozent: Zuwachs auf dem palästinensischen Aktienmarkt 2009.

8 Prozent: Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2009

Es macht Hoffnung, dass trotz der korrupten Fatah-Regierung und den Aktivitäten der Hamas-Mörder konstruktive Aufbauarbeit stattfindet. Allen Palästinensern, die an diesem kleinen Wirtschaftswunder mitgearbeitet haben, vom einfachen Bauarbeiter in den Immobilienprojekten Ramallahs bis zum engagierten Unternehmer, gehört mein Respekt.

Dass die Israelis an dieser Erfolgsgeschichte nicht ganz unschuldig sind überrascht nicht:

24: Straßensperren (unbemannt) beseitigte die israelische Armee (IDF) in den Distriken von Hebron und Nablus im Januar 2010

174: Straßensperren (unbemannt) beseitigte die IDF seit 2007. Zudem wurden im selben Zeitraum 27 Checkpoints (bemannte Straßen-Kontrollstellen) geräumt; 14 Checkpoints bleiben bestehen.

8 Prozent: Wertzuwachs der palästinensischen Exporte nach Israel im ersten Quartal 2009 (im Vergleich zum ersten Quartal 2008) von $ 136 Millionen auf $ 147 Millionen.

8,4 Prozent: Anstieg der Zahl der in Israel beschäftigten Palästinenser 2009 (im Vergleich zu 2008).

14 Prozent: Anteil der palästinensischen Beschäftigten bei israelischen Arbeitgebern (in Israel und in israelischen Unternehmen in der West Bank).

35 Prozent: Zuwachs des Handelsvolumens zwischen Israel und der PA 2008 (im Vergleich zu 2007)

Die letzten vier Punkte machen noch einmal deutlich, wie schädlich die “Kauft nicht bei Juden”-Aktionen der selbsternannten “Palästinafreunde” sind – sowohl für den Friedensprozeß als auch für die Palästinenser.  Die fehlende Berichterstattung über die wirtschaftlichen Erfolge der Palästinenser in den deutschsprachigen Medien belegt wiederum die traurige Tatsache, dass unsere Journalisten häufig nur die platte Propaganda der Fatah und Hamas-Funtionäre und ihrer westlichen Helferlein aus der Gutmenschencommunity nachplappern. Leider liest man so gut wie nie etwas über gemeinsame Entwicklungs- und Wirtschaftsprojekte (z.B. hier, hier und hier) in der Region. Palästinenser kommen in unseren Medien nur als Israelhasser, Steinewerfer und “verzweifelte” Selbstmordattentäter vor. Dieses Bild wird von den “Qualitätsmedien” zwar mit einer gewaltigen Prise Sympathie und Verständnis gewürzt, aber das ändert nichts daran, dass diese Darstellung einseitig und zudem rassistisch ist. Diejenigen Menschen, die hart für Frieden und Wohlstand arbeiten, werden von unserer “israelkritischen” Presse tot geschwiegen, weil nicht sein kann was nicht sein darf. Ein Palästinenser, der kein “Opfer” ist, und für unsere Journaille ist noch der schlimmste palästinensische Islamist ein Opfer der Israelis, passt nicht ins Bild.

Umso wichtiger ist es, allen klugen, fleißigen, kreativen und friedliebenden Palästinensern zu ihren Erfolgen in den letzten Jahren zu gratulieren, gerade weil sie diese oft gegen den Willen ihrer “Befreier” und ihrer “Freunde” erringen müssen.





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