Spiegel Online meldet, dass in der deutschen Zone in Afghanistan eine große Offensive gegen die Taliban bevorsteht. Bei einem Blitzbesuch in Kunduz hatten General McChrystal und Präsident Karzai den deutschen Zuständigkeitsbereich als Krisenregion bezeichnet. Und das ist wirklich kein Wunder, denn die Taliban sind nicht blöd und wissen genau, wem sie am besten auf der Nase herumtanzen können. Deutschland ist ein lohnendes Ziel für die Taktik der steinzeitlich anmutenden Terroristen des 21. Jahrhunderts. Die treuen Verbündeten der Taliban sind dabei die Medien, die Friedensbewegung und die Vertreter des linken Zeitgeists.

Die von Oberst Klein erbetene Bombardierung des berüchtigten Tanklasters kann als Auftakt zu einer konzertierten Aktion gegen die deutschen Truppen in Afghanistan gesehen werden. Als bekannt wurde, dass es zu zivilen Opfern gekommen war, begannen zuerst die Medien damit, auf die deutschen Truppen und den Einsatz im allgemeinen einzudreschen. Die Politik verhielt sich wie üblich vorgeblich aktionistisch und stellte sich nur halbherzig hinter die Soldaten. Sofort schalteten sich Anwälte mit zwielichtigen Geldforderungen ein und führten den Verteidigungsminister am Nasenring durch die Talkshow von Maybritt Illner. Die Linke forderte weiter die bedingungslose Kapitulation und Vertreter der Friedensbewegung konnten sich über mehr Sendezeit und mediale Aufmerksamkeit freuen.

Die Ermordung dreier Soldaten war der nächste Schritt und wieder fehlten der Truppe die schweren Offensivwaffen, die lieber an Holländer und Kanadier vermietet werden und diesen Nationen die Schlagkraft verleihen, die den deutschen Soldaten nur deswegen vorenthalten wird, um der friedensbewegten deutschen Bevölkerung den Einsatz durch ein friedenspolitisches Feigenblatt zu verschleiern. Die überlebenden und verletzten Soldaten mussten von amerikanischen Kampfhubschraubern unter dem Schutz amerikanischer Jets ausgeflogen werden. Luftunterstützung, die eben noch verteufelt wurde, half nun, Menschenleben zu retten. In einem Internetvideo posierten die Taliban höhnisch vor einem ausgebrannten Dingo und feierten den vermeintlichen Sieg über die Deutschen. Und während der Trauerfeier für die drei Opfer der Talibanfalle griffen die Barbaren wieder gezielt deutsche Soldaten an.

Die Taliban haben mit den deutschen Truppen ein perfektes Opfer gefunden. Mangels entsprechender Ausrüstung können sie sich nicht entsprechend wehren. Mangels Rückhalt in der Heimat ist jeder Angriff auf sie ein grandioser Propagandaerfolg. Mangels politischen Rückhalts wird sich an dieser Situation auch so schnell nichts ändern. Seit 2001 arbeiten große Teile der Medien, die Friedensbewegung und die linken Kräfte der Republik daran, den internationalen Einsatz zu delegitimieren und während zum Beispiel die polnischen Truppen mit echtem Rückhalt in der Heimat rechnen können, stehen die deutschen Soldaten alleine da. Die Taliban haben das erkannt und greifen deswegen das schwächste Glied der internationalen Koalition so gezielt an. Die Lage in der Krisenregion Kunduz zeigt, dass sie damit bisher großen Erfolg hatten.