Lange ist es nicht her, da übernahm Spanien die Präsidentschaft des europäischen Rates. Vorzeigesozialist Zapatero präsentierte damals seinen Plan einer europäischen Wirtschaftsregierung. Die Welt meldete am 9. Januar, dass

“der Spanier nicht ausschließe, “korrigierende Maßnahmen” einzuführen, wenn sich EU-Staaten nicht an die gemeinsamen Vorgaben zur Stimulierung des Wirtschaftswachstums halten”.

Mit anderen Worten: Regierungen, die sich nicht an die Ideologie des Etatismus halten, sollen in Zukunft von Beamten der EU dazu gezwungen werden. Laut dem Welt-Artikel sollte auf dem Sondergipfel in Brüssel am 11. Februar über die Vorstellungen des spanischen Ministerpräsidenten beraten werden. Ironischerweise stand bei dem Gipfel auch Spanien im Mittelpunkt des Gipfels. Das lag aber nicht an der wirtschaftlichen Kompetenz des Sozialisten Zapatero, sondern an den völlig zerrütteten Staatsfinanzen von Griechenland, Portugal und vor allem Spanien.

Das Ergebnis der wahnwitzigen Staatsausgaben Spaniens haben jetzt dafür gesorgt, dass das Land im sogenannten “New Misery Index” auf dem letzten Platz gelandet ist. Nicht genug, dass der Euro-Raum durch die Misswirtschaft einzelner Länder in ernste Gefahr gerät, der Lissabon-Vertrag hat den wirren Ideen der Verantwortlichen zusätzlich Tür und Tor geöffnet, ihre zerstörerischen Ideen der gesamten EU aufzuzwingen. Seit Beginn der Krise gehörte es für Regierungen zum guten Ton, noch mehr Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Das Ergebnis ist die große Gefahr, in der sich die europäischen Volkswirtschaften heute befinden. Die Politik hat sich seit zwei Jahren verstärkt an Managern und Wirtschaftsbossen abgearbeitet, vielleicht hätten sie ihre Zeit und Energie eher nutzen sollen, ihre eigenen Finanzen in den Griff zu bekommen.