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Oder doch nicht: Fed lockert Geldpolitik noch weiter.

“This man is Sven Giegold, a German member of the European Parliament and a member of the left-wing Green party. Of course, you didn’t vote him in and you can’t vote him out, but he is one of the Strasbourg heavies controlling these new financial regulations. In other words, this left-wing German has more control over the fate of Britain’s financial services industry than any member of the British Government or the House of Commons.”

Eben noch der antikapitalistische Sprechautomat in den hiesigen Talkshows, jetzt macht er sich auf dem Euro-Ticket der Grünen daran, die europäische Wirtschaft unter Kontrolle zu bringen. Schön, dass seine Ergüsse jetzt wenigstens nicht mehr nur die deutschsprachigen Regionen Europas erreichen.

Und höchstwahrscheinlich wird ihr das auch gelingen, zu intensiv wurden Banker, Manager und Spekulanten in den letzten Jahren zu den Erzteufeln dieser Erde erklärt. Im Fall der Griechenlandkrise läuft Spiel wieder so ab: In Talkshows, auf Pressekonferenzen und in den Medien werden jetzt diejenigen als Verursacher der Krise vorgeführt, die lediglich die Chancen nutzen, die ihnen unverantwortliche Politiker bieten. Nochmal: Schuld an der Krise sind alleine die griechischen Regierungen, die dem Wahlvolk allerlei Wohltaten bieten wollten, ohne dafür zahlen zu können.

Es ist kein Wunder, dass die Politik jetzt auf die Banken und Investoren eindrischt. Die Alternative bestünde nämlich nur darin, zu erklären, dass die ständige Schuldenaufnahme Staaten in solche Bedrängnis bringen kann. Und da auch hiesige Politiker jede Menge überflüssigen Quatsch bezahlen wollen und dafür fleißig Kredite aufnehmen, wäre dieser Weg mit dem Eingeständnis der eigenen Verantwortungslosigkeit gleichzusetzen. Und das kann nun wirklich niemand von einem Politiker erwarten.

Im Wochentakt kriechen jetzt die autoritätshungrigen Verachter der Freiheit aus ihren Löchern und verkünden, was die EU tun muss im Angesicht des griechischen Bankrotts. Natürlich kann für Figuren wie Henrik Müller die Lösung nur darin bestehen, mit mehr Staat an die Sache ranzugehen – am besten Superstaat. Wahrscheinlich hat der gute Mann in seiner Redaktionsstube nicht mitbekommen, dass es nicht die pöhsen Spekulanten und Manager waren, die Kredite aufnahmen, sondern die griechischen Regierungen, die mit der Kohle und damit finanzierten Wohltaten ihre Wiederwahlen retten wollten. Müller macht also folgende Milchmädchenrechnung auf, die an einen Plan der Marx-Brothers erinnert: Staatenlenker haben das Geld ihrer 11 Millionen Bürger verprasst und vollkommen versagt, also müssen wir Staatenlenkern von 500 Millionen Bürgern, die nicht abwählbar sind, noch viel mehr Macht in die Hände legen. Read the rest of this entry »

Griechenland braucht jetzt natürlich doch umfangreiche Finanzspritzen, der erste Schritt in Richtung eines EU-Finanzausgleichs ist getan. Als erstes Land möchte übrigens Spanien schon nächste Woche ein paar Milliarden locker machen – Spanien? Ganz richtig, der andere große Pleitekandidat der Euro-Zone, der in den letzten Jahren durch eine wahnwitzige Ausgabenpolitik aufgefallen ist, die in den Medien gerne als Zeichen eines spanischen Wirtschaftswunders gedeutet wurde, gibt Geld aus, das er nicht hat, um ein Land zu stützen, das deswegen Pleite ist, weil es jahrelang Geld ausgab, das es nicht hatte.

Das klingt völlig irre, die Idee macht aus spanischer Sicht aber Sinn. Die Regierung in Madrid unterstützt natürlich allzu gerne ein Umverteilungs-System, das sie möglicherweise schon bald selber in Anspruch nehmen muss. Warum sollte sich ein Staat finanzpolitischen Realitäten stellen, wenn er genau weiß, dass im Falle des Falles irgendein Dummer bereitsteht, um die Zeche zu zahlen?

Lange ist es nicht her, da übernahm Spanien die Präsidentschaft des europäischen Rates. Vorzeigesozialist Zapatero präsentierte damals seinen Plan einer europäischen Wirtschaftsregierung. Die Welt meldete am 9. Januar, dass Read the rest of this entry »

Wer erinnert sich noch an die deutschen Politiker, die plötzlich die großen Konzernschmiede spielten, als General Motors am Boden lag? Es verging kein Vormittag, an dem nicht die Kanzlerin, ein Minister oder Landeschef verlauten ließ, wie toll “New Opel” werden sollte. Die politische Klasse wusste ganz genau, wie es zu funktionieren hatte und sie trat gegenüber den Vertretern des Mutterkonzern auch dementsprechend auf und verkaufte der Öffentlichkeit die Heimholung von Opel als eine Rettung der Firma vor dem amerikanischen Raubtierkapitalismus. Read the rest of this entry »

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