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Die wöchentliche Kolumne des Spiegel-Eigners Jakob Augstein ist stets ein Quell der Freude. Bestätigt sie doch immer alle Vorurteile, die man gegen den linken Schnösel reicher Eltern haben kann, der seine Karriere nur dem verdankt, was er Anderen nicht gönnt: seinem Reichtum. Dass er den enteignenden Spitzensteuersatz, den er anderen aufoktroieren will, nicht fürchten muss, liegt an einem geschickten Steuersparmodell, das dem, was der gemeine Zahnarzt so treibt, an Perfidität weit überlegen ist: Der wahre Sohn von Schlußstrich-Walser finanziert damit die linke, antisemitische Klassenkampf-Postille “Freitag”: Nun schwingt er reichweitenwirksam bei SPON gegen die Kanzlerin die Moralkeule, in dem er sie der Korruption bezichtigt, weil sie eine Spende der BMW-Eigner-Familie Quandt einheimst, nachdem sie sich für die Interessen der deutschen Automobil-Industrie eingesetzt hat. Augsteins dümmlich-säuerlicher Moralismus offenbart aber vor allem eins: Dass er mal wieder von dem, worüber er polemisiert keine Ahnung hat.  Read the rest of this entry »

Ach SPON. Ich kann euch ja verstehen. Als Akademiker-Bild seid ihr zu einem strammen rot-grünen Kurs verpflichtet. Euer Chefideologe vom Dienst produziert am laufenden Band Euro-über-alles-Hymnen. Da liegt es nahe, mit erhobenem Zeigefinger vor den „Populisten“ der AfD zu warnen und dräuend vom rechten Rand zu raunen. Aber so geht’s dann doch nicht:

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Die FAZ befasst sich heute mit dem neuen israelischen Privatsender i24news, der sich anschickt mit einem Programm auf Englisch, Französisch und Arabisch in Konkurrenz zu Al-Dschasira zu treten. Die FAZ sieht dieses Unterfangen eher kritisch, denn laut seinen Gründern will i24news der globalen antizionistischen Delegitimierungskampagne etwas entgegensetzen. Read the rest of this entry »

„Ich streite mich lieber leidenschaftlich mit Volid, einem Vertreter der Palästinenser in Berlin oder mit Conchita von einer Initiative gegen Rassismus über den Nahostkonflikt als mich der Kälte deutscher Antiimperialisten auszusetzen“ schrieb Anetta Kahane 2010 angesichts der Mavi-Marmara-Farce. Wer den aktuellen Kommentar von Jakob Augstein gelesen hat, der kann es ihr nachempfinden.

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Was passiert, wenn ein simpel gestrickter Kapitalismuskritiker auf Forschungsergebnisse stößt, die seine kindischen Vorurteile über „Nieten in Nadelstreifen“ scheinbar bestätigen, kann man aktuell auf SPON nachlesen. Dort findet sich das Interview eines gewissen Jochen Leffers mit zwei Nachwuchsforschern, die untersucht haben welche negativen Eigenschaften bei Unternehmensgründern besonders häufig vorkommen. Read the rest of this entry »

Schon klar, SPON-Artikel über die USA, zumal über die republikanische Partei, muss man nun wirklich nicht lesen. Andererseits setzt oft schon beim flüchtigen Blick der Autounfall-Effekt ein: So schrecklich, dass man einfach hinsehen muss. Sebastian Fischer weilte für das führende deutsche Qualitätsmedium in Orlando beim Schaulaufen möglicher Obama-Herausforderer und man kann mit Fug und Recht behaupten: Marc „Ami-Fresser“ Pitzke, der sonst für antiamerikanischen Radau-Journalismus zuständig ist, wurde von Fischer mehr als würdig vertreten. Read the rest of this entry »

Das muss ein gehöriger Schreck gewesen sein, der den Redakteuren des SPIEGEL in die Glieder gefahren ist, als sie diesen offenen Brief in ihrer Post fanden. Der Inhalt war nicht das Problem, denn dort steht nur drin, was jeder aufrechte Friedensfreund und Israelkritiker schon lange weiß: Die Zionisten sollen endlich akzeptieren, dass so eine überzogene Forderung wie die Anerkennung des Existenzrechts Israels durch die Hamas höchstens Fernziel von, aber niemals ein Hindernis für Verhandlungen mit den Palästinensern sein kann. Read the rest of this entry »

Linke haben es bekanntlich nicht so mit dem Humor. Wenn der Geisteszustand zwischen wütend-empört und betroffen-traurig oszilliert, dann fällt es eben schwer einen guten Witz zu machen. Insofern sollte man an Jakob Augsteins Satire-Versuch zum Thema E10 keine allzu hohen Erwartungen haben. Trotzdem ist der Artikel irre komisch, wenn auch unfreiwillig. Da wirft Augstein den tankunwilligen „Wutbürgern“ vor sie würden „hyperventilieren“, um dann den vielleicht längsten Tiervergleich der neueren deutschen Pressegeschichte zu zelebrieren: Read the rest of this entry »

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht liebe Leser, aber ich finde es spannend dabei zuzusehen, wie die Nahost-Korrespondenten unserer Qualitätsmedien den Nahen Osten entdecken. Es bleibt ihnen auch nichts anderes übrig, den ihre Paradedisziplin “Israelkritik” ist aufgrund der aktuellen Ereignisse in der arabischen Welt gerade nicht  so en vogue. Deswegen muss man  jetzt wohl oder übel über Länder berichten, die man bisher nur vom Hörensagen kannte, zum Beispiel Libyen. Es hat fast etwas rührendes, wenn sich  SPON mit plötzlichem Eifern an die “Entlarvung” des Gaddafi-Regimes macht (hat tip Lila). Auch die SZ, die vor einer Woche gerade mal einen Hang zu “brutalem Realismus” bei Gaddafi ausmachte, aber ansonsten darauf bestand, dass es sich bei dem libyschen Massenmörder um einen leicht schrulligen Sozialreformer handele, schlägt nun andere Töne an und will ihn auf der Anklagebank von Den Haag sehen. Read the rest of this entry »

Bereits vor einiger Zeit meldeten israelische Zeitungen, dass die Mauer zwischen Gilo und Bethlehem abgebaut wird. Sie war während der zweiten Intifada gebaut worden war um die Bewohner vor  Terrorangriffen aus dem benachbarten Bei Jala zu schützen. Und weil Ulrike Putz vor lauter Schreck über die Folgen des amerikanischen Abzugs aus dem Irak schon länger keine Story über den israelischen Besatzerstaat geschrieben hat, muss jetzt dieses Thema für einen qualitätsjournalistisch wertvollen Quickie herhalten. Read the rest of this entry »

Wenn Historiker, Medienwissenschaftler und Antisemitismusforscher einmal die Mavi Marmara Affäre analysieren, dann werden sie vermutlich die Veröffentlichung der Bilder von misshandelten israelischen Soldaten in der Hürriyet als den entscheidenden Wendepunkt in der bis dahin ungebremst anti-israelischen Berichterstattung identifizieren. Zwar hatte die Israelis bereits kurz nach der Erstürmung des Schiffs mit eigenen Videoaufnahmen und  Bildern von den Bordkameras belegen können, dass sie mitnichten von friedliebenden Entwicklungshelfer empfangen wurden, doch nach der gängigen Logik der „Israelkritiker“ hatte die IDF einfach alle Bänder manipuliert. Die Fotos die in der türkischen Presse erschienen wurden dagegen von den Aktivisten selbst aufgenommen und waren angeblich gar vor der Zensur der Israelis gerettet worden. Es hätte schon einer elaborierten Verschwörungstheorie bedurft, um diese Bilder zu wegzudiskutieren. Kurz darauf begann der ungeordnete Rückzug der deutschen Medienschaffenden aus einer zunehmend aussichtslosen Schlacht. Read the rest of this entry »

Der Hochmut der Qualitätsmedien gegenüber den unzuverlässigen, da nicht von erfahrener Journalistenhand vorgefilterten Nachrichten aus den Tiefen des Internets ist schnell vergessen, wenn sich dort in eine brandheiße Story zusammenbraut.  Das ließ sich am Dienstag wieder beobachten, als die führenden deutschen Onlinemedien ein von Wikileaks entschlüsseltes Video der US-Army aufgriffen. Read the rest of this entry »

Wenn der spanische Ex-Premier Demonstranten den Mittelfinger zeigt, Berlusconi über die Opposition scherzt oder John McCain ein Liedchen über die Bombardierung des Irans anstimmt, dann ist Spiegel Online zur Stelle und empört sich ganz heftig. Wenn aber in einer Zeichentrickserie ein dümmlicher Witz über das behinderte Kind der gefährlichen und rechts-/erz-/streng-/radikal-konservativen Sarah Palin gemacht wird und diese nicht mitlacht, dann frühstückt die SPON-Redaktion einen Clown und klopft sich tüchtig auf die Schenkel. Anschließend wird die Synchronsprecherin ausgegraben und als Hof-Behinderte benutzt, denn sie leidet ebenfalls am Down-Syndrom. Und wie bei den Itzigs, Negern und Homos kann nur ein Mitglied der entsprechenden Gruppierung entscheiden, ob ein Witz über ein anderes Mitglied der Minderheit lustig ist – kennt man einen kennt man alle, ne? Dieser Fall beweist aber endgültig: Geschmacklosigkeit verbindet und macht vor niemandem halt.

Und der Witz geht eben nicht auf Kosten Sarah Palins, liebe Andrea Fay Friedman. Nicht Palins Ansichten oder ihr Aussehen wurden hier verulkt, sondern die Tatsache, dass ihr kleiner Sohn mit einer schweren Krankheit zur Welt kam. Solche Scherze sind legitim, der ein oder andere lacht bestimmt darüber, aber Frau Palin vorzuwerfen, sie habe keinen Humor, weil sie nicht über die Krankheit ihres Sohnes lachen kann, ist einfach nur dämlich.

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