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Die Geschwister Augstein waren nicht nur als moderne Antisemiten mehrfach Gegenstand unserer Kommentierung. Was sie so gefährlich macht ist nicht nur ihr guter Namen, für den sie nichts können. Immerhin ist wenigstens – soweit bekannt-Franziska die leibliche Tochter des Rudolf seligen Angedenkens. Bei der Übertragung von Hirn, journalistischem Talent oder politischer Urteilskraft ist es aber bei ihr augenscheinlich zu einer Mutation gekommen, die dem Alten die letzten Sinne rauben würde. Gestern hat sie im Deutschlandfunk ihre Sicht des Journalismus erklärt, die für sie eine Frage der Haltung hält. Dem Online-Journalismus beim Spiegel wünscht sie eine Verlangsamung, damit der Takt der Website endlich ihrer Denkgeschwindigkeit entspricht.  Read the rest of this entry »

Antizionismus, das ist das Gerücht über die Israelis, so könnte man in Abwandlung eines bekannten Bonmots sagen. Das neueste Gerücht lautet Dank SPON und SZ: Benjamin Netanjahu hat den Konflikt mit der Hamas „eskalieren lassen“, um so im Wahlkampf zu punkten.  Read the rest of this entry »

Dem einen oder anderen Medienkonsumenten flatterte in den letzten Tagen eine E-Mail von Stefan Buhr ins Haus, seines Zeichens „Leiter der Leserbefragung“ beim SPIEGEL-Verlag. Der Empfänger wird darin zur Teilnahme an einer Umfrage zur „Presse- und Meinungsfreiheit“ aufgefordert. Eigentlich eine gute Initiative angesichts der aktuellen Bedrohung eben dieser Freiheiten durch gewaltbereite religiöse Fundamentalisten möchte man meinen, doch darum geht es natürlich nicht. Read the rest of this entry »

Jakob Augstein, der Heinrich von Treitschke unter den Medienmachern, hat zu den Gewalttaten rund um den „Mohammed-Film“ ein verschwörungstheoretisches Pamphlet abgeliefert, das die Infamie des viel gescholtenen islamophoben Snuff-Videos aus Kalifornien locker in den Schatten stellt. Man liest gerade zu Israel und den USA viel Uninformiertes und schlecht Recherchiertes in unseren Qualitätsmedien, aber ein derart ekelhafter Beitrag ist mir schon lange nicht mehr unter die Augen gekommen.  Read the rest of this entry »

Mittlerweile hat der eine oder andere Qualitätsjournalist begriffen, wie sehr der Eurorettungswahn Wohlstand und Demokratie bedroht. Sogar der notorische Heribert Prantl wünscht sich ein Machtwort des Bundesverfassungsgerichts zum Ermächtungs- Europäischen Stabilitätsmechanismus. Man reibt sich verwundert die Augen und denkt mit leisem Schaudern an die Pressekampagen gegen die „rechtspopulistischen“ Eurokritiker zurück, die noch vor Jahresfrist die veröffentlichte Meinung dominierten.   Read the rest of this entry »

Marc Pitzke spielt Enthüllungsreporter und klagt die amerikanischen Medien an, sich mit Syriens Diktator Assad ins Bett gelegt zu haben. Leider vergisst der antiamerikanische Chef-Propagandist der Spiegel-Medien dabei, sich an einen Jubel-Artikel zu erinnern, den er vor einigen Jahren über die Reise Nancy Pelosis nach Syrien geschrieben hat.

Dass der Spiegel unter seinem Eigentümer, dem Erben Augstein, zur veritablen Neuauflage  des “Stürmer” entwickeln könnte, war bisher selbst vom übelsten Kritiker nicht angenommen werden. Was Jakob Walser aber heute in seiner Kolumne bei SPON absondern darf, übersteigt selbst das Geseiere seiner Halbschwester Franziska und das Schlußstrichgeschwafel seines leiblichen Vaters. Es ist mehr als nur ein Indiz für den klammheimlichen Antisemitismus, den Leute wie Jakob der Lügner hoffähig machen.

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Christoph Schult vom Spiegel hat die drei wichtigsten Karrierevorraussetzungen eines Qualitätsjournalisten erfüllt: Taz, Zeit und Henri-Nannen-Schule. Die herausragenden Journalisten unserer Zeit weisen immer wieder diese Kombination auf und die Tatsache, dass sie früher oder später bei der jener Hamburger Illustrierten oder ihrem Online-Pendant arbeiten. Die ideologische Festigkeit zählt viel mehr als die Kenntnisse oder bestimmte Fähigkeiten und so darf es nicht verwundern, wenn Qualitäts-Schult einen solchen Text (“Wie die EU ihren Einfluss in Nahost verspielt“) abliefert. Read the rest of this entry »

Jaja, der Assad mordet in Syrien weiter und wird mittlerweile auch vom Spiegel als “Tyrann” bezeichnet. Eine reichlich späte Erkenntnis, gehörte die Unterdrückung doch auch schon zu den üblichen Mitteln von Papa Assad und dessen Baath-Regime. Noch vor vier Jahren waren ganz andere Töne von der Online-Version der Hamburger Illustrierten zu hören:

“In Damaskus besuchte sie eine Moschee und wurde, als erste US-Politikerin seit Jahren, von Staatschef Baschar al-Assad bewirtet. [...] Die Dame aus Washington[...] ist Nancy Pelosi, die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses.”

Schau an, die hochgelobten Demokraten ließen sich von Assad bewirten und Marc Pitzke feiert sie? Warum nur? Achso, darum:

“US-Präsident Bush schäumt und muss tatenlos mit ansehen, wie er von seinen Gegnern im In- und Ausland als außenpolitischer Verlierer dargestellt wird.”

Tja, die Geschichte hat nun auch im Hause Spiegel ihr Urteil gesprochen und irgendwie lag Obamas Vorgänger in diesem Fall doch richtig.

“Ein Zwischenstopp in Syrien jedoch – das ist ein gezielter Affront gegen Bush.”

Und war damit in den Augen Pitzkes natürlich gerechtfertigt. Seltsam, wie tief der Hass auf Bush bei dem Mann saß, dass der sonst moralisch ganz hoch stapelnde Chef-Propagandist von Spiegel Online in Sachen Amerika die Aufwertung einer terroristischen Diktatur im Namen des antirepublikanischen Wahlkampfes guthieß.

“Pelosi – die höchstrangige US-Politikerin in Syrien seit damals – stach also ganz bewusst in ein Wespennest, als sie sich in der Altstadt von Damaskus vor amerikanischen Kameras von Assad verköstigen ließ.”

Ob vier Jahre später an dieser Stelle wohl Scharfschützen irgendwelche Demonstranten ins Visier nehmen? Aber das ist auch völlig egal, das Kuscheln mit den Tyrannen ist ganz schnell vergessen, sobald der moralische Kompass der Spiegel-Schreiber durch die Umstände gedreht wurde.

Es ist nicht leicht, Korrespondent eines linken Magazins in einem Land zu sein, das von Linken abgrundtief verachtet wird. Da kann vieles schiefgehen in Sachen Oberstübchen und Realität. Die in die Welt gesandten Inquisitoren des Spiegels sind da ein hervorragendes Beispiel, die Herren Pitzke und Schmitz zeigen es in Amerika, Frau Putz in Israel und Carsten Volkery und Marco Evers in Großbritannien. Ihre linken Überzeugungen und die durch und durch deutschzentrierte Sicht der Dinge lassen nur Verachtung für die Länder zu, in denen sie arbeiten. Und auch die Titelgeschichte des Spiegel an diesem Montag speist sich aus diesen Gefühlen, denn anders lässt es sich nicht erklären, warum zu Recht hochbezahlte Journalisten so bereitwillig die eigene Arroganz, Unkenntnis und Bigotterie zur Schau stellen müssen. Read the rest of this entry »

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