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Als gestern Nachmittag gemeldet wurde, dass die Täter von Boston „foreign born“ sind und aus Hass auf die USA gehandelt haben bekam ich einen Riesenschreck. Waren es etwa deutsche Qualitätsjournalisten? Wollte ein verzweifelter Marc Pitzke angesichts des Scheiterns verschärfter Waffengesetze ein Zeichen gegen die NRA setzen? Und wo ist eigentlich Jakob Augstein? Read the rest of this entry »
Spiegel Online Kulturmann Andreas Borcholte schreibt über den neuesten Teil der Stirb-Langsam-Reihe und man glaubt auf dem Bildschirm die Flecken seiner Tränen zu sehen. Der gelernte Soziologe kann mit dem Action-Streifen nämlich so gar nichts anfangen. Und da die qualitativ gewohnt hochwertige Belegschaft von SPON im Zweifel links ist, misfällt es ihm doch sehr, dass die Schurken Russen sind und John McClane sie ohne jeden kritischen Dialog beseitigt. Read the rest of this entry »
Vom Sturmgeschütz der politischen Korrektheit, das sich neulich noch über den Rassismus in Stefan Raabs Politshow ausweinte, hätte man etwas mehr Feingefühl erwarten können!

Dem einen oder anderen Medienkonsumenten flatterte in den letzten Tagen eine E-Mail von Stefan Buhr ins Haus, seines Zeichens „Leiter der Leserbefragung“ beim SPIEGEL-Verlag. Der Empfänger wird darin zur Teilnahme an einer Umfrage zur „Presse- und Meinungsfreiheit“ aufgefordert. Eigentlich eine gute Initiative angesichts der aktuellen Bedrohung eben dieser Freiheiten durch gewaltbereite religiöse Fundamentalisten möchte man meinen, doch darum geht es natürlich nicht. Read the rest of this entry »
Es hat mich in den Fingern gejuckt, aber Claudio Casula hat mit die Arbeit abgenommen und eine treffende Analyse der Berichterstaatung bei Spiegel Online erstellt.
Was genau ist eigentlich ein “Scharfmacher”? Spiegel Online scheint das ganz genau zu wissen, seit einigen Tagen werden dort Artikel über diese “Scharfmacher” veröffentlicht, die sich laut SPON durch eine einzige Sache auszeichnen: Sie haben ein Problem mit den “Eurorettern”, einer weiteren Spezies, über die Spiegel Online regelmäßig schreibt. Jetzt hat die Online-Sparte der “Konfettikanone der Demokratie” einen Steckbrief mit den “zehn gefährlichsten Politikern Europas” veröffentlicht – alles “Scharfmacher”. Read the rest of this entry »
Spiegel Online leistet sich bekanntlich nur die absolute Spitze des deutschen Qualitätsjournalismus und so ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass Fabian Reinhold, der immerhin schon “als Reporter in Accra, New York und Washington im Einsatz” war, auch etwas über den G20-Gipfel in Mexiko schreiben darf. Was der Mann da abliefert ist wirklich grandios überflüssig. Wie lange hat der internationale Top-Reporter Reinhold wohl nach dieser Story gesucht?
Früher war die Welt ganz einfach. Einmal am Tag erschien die Zeitung und Schlagzeile und Titelgestaltung entschieden über den ökonomischen Erfolg am Kiosk. Bei Spiegel, Focus und Konsorten ist das noch heute so. In der schönen “wide web world” ist das anders. Da zählt nicht nur der Besuch der Website, sondern auch die Anzahl der Klicks, die ein Artikel, eine Bilderstrecke bekommt. Je mehr, desto besser. Das Ergebnis ist fatal, wie man an der “Wulff-Affäre” sehen kann. Read the rest of this entry »
Anlässlich des Dahinscheidens des „großen Führers“ Kim Jong Il bringt SPON eine Bilderstrecke über Nordkorea (hat tip Zettels keines Zimmer). Dass auf diesen Bildern keine hungernden Menschen oder GULag-Insassen zu sehen sind ist nicht verwunderlich. Das letzte Bollwerk des Sozialismus ist bekanntlich hermetisch abgeschottet. Ausländische Berichterstatter können dort nur selten und unter strenger Beobachtung arbeiten. Die Fotos zeigen das Übliche: Leicht angeschimmelte sozialistische Idyllen, oft mit dressierten Kindern und uniformierten Erwachsenen. Dafür ist die redaktionelle Einbettung der Bilder ein Skandal. Read the rest of this entry »
Wo Schmitz sich an Juden und Amis abarbeitet, da ist Pitzke nicht weit und so hat der Spiegel Onine-Mann fürs Grobe noch tiefer in die gleiche Kerbe gehauen wie sein Kollege und noch größeren Unsinn zum Thema “Juden und ihre Lobby kontrollieren die USA” verzapft.
“Es sind wohl letztlich leider nicht “die Kräfte des Friedens”, die hier gesiegt haben, wie Merkel meint, sondern die Anhänger einer archaischen Blutrache-Moral. Dass sich die Spitzen unserer Regierungsparteien dieser Ideologie unterwerfen, bedeutet einen zivilisatorischen Rückfall. Die Erleichterung über den Tod Bin Ladens ist nachvollziehbar, der Applaus für seine Hinrichtung ist es nicht.”
Ja, da weint er still vor sich hin in seinem Redakteursstübchen, der gute Stefan Kuzmany und kann es gar nicht fassen, dass die Welt sich über das Ende eines fanatischen Massenmörders freut. Denn nicht die Existenz eines solchen Unmenschen und die Tatsache, dass er die westliche Welt seit über zehn Jahren terrorisiert und jeden ihrer Einwohner potentiell zum Abschuss freigegeben hat, beunruhigt den Spiegel-Mann, sondern der offensichtlich tief sitzende Wunsch diese Bedrohung endlich aus der Welt geschafft zu wissen.
Kuzmany sitzt auf einem ganz hohen Ross und es verwundert schon, dass seine Empathie für die Leiche und die Anhänger eines weltweit agierenden Verbrechers so viel stärker ausgeprägt ist, als für diejenigen, die so lange von ihm bedroht wurden oder die Freunde und Angehörige durch seine Taten verloren haben. Warum darin ein zivilisatorischer Fortschritt besteht, erklärt Kuzmany leider nicht, aber wahrscheinlich geht es ihm sowieso um etwas ganz anderes: Ein Erzfeind der imperialistischen Supermacht USA wurde ausgeschaltet, das kann für einen progressiv denkenden Humanisten einfach nur eine schlechte Nachricht sein.
Sie sind nicht witzig, sie sind nicht cool, sie nerven nur noch. Die letzte gute Unterschrift lautete “Castro gestürzt”, seitdem läuft irgendetwas schief. Hier nur eine Sammlung von heute und gestern:
- Gabriel will mit Merkel einfach mal abschalten
- Deutschland sucht den Superspeicher
- Aussteigertreffen im Bundesökoamt
- Wir sind das Volt
Offensichtlich ist es der redaktionelle Ökowahn, der für dieses Maximum an Beklopptheit gesorgt hat. Aber auch die bösen Banken bekommen eine superdoofe Titelzeile verpasst: “Ohrfeige für die Deutsche Raffgierbank”. Ebenfalls nicht witzig ist die Spiegel-Formulierung “x kann y?”, zum Beispiel: “Kann Steinmeier Kanzler?”.
Wer denkt sich diese Überschriften aus? Und wer segnet sie ab?





