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Nein, der Kontinent wird nicht von der Landkarte verschwinden. Die weitgehende wirtschaftliche Verflechtung zwischen den Europäischen Staaten wird auch nicht zurück zu drehen sein. Aber die europäischen Völker verweigern der Eurokratie zusehends die Gefolgschaft, auch weil ihnen ein heftiger Sparkurs nicht passt. Europa ist für sie vor allem eins: Mangelnde Perspektive.  Read the rest of this entry »

Die sogenannten “Empörten” in Spanien wählen bekanntlich den Weg des sichersten Widerstands und so geben sie richtig Gas, wenn der Papst nach Spanien kommt. Sicherer kann gar nicht protestiert werden, seit die Schweizer Garde keine Auslandseinsätze mehr unternimmt, um die Macht des Pontifex zu stärken. Und so können die, die sonst für jeden noch so dämlichen Grund Steuergeld aus dem Fenster schaufeln wollen, gegen die Steuerverschwendung beim Papstbesuch und seine zahlreichen anderen Vergehen demonstrieren, um die sich im Prinzip kein Mensch kümmern muss. Ein ganz buntes Bündnis aus Feministen, Queer-Aktivisten und Linken, also ein sozialistisch-graues und überhaupt nicht buntes Bündnis, hat so aber die Möglichkeit, den ganz tiefen Wunsch nach Randale und Opferrolle auszuleben. Die “Empörten” haben sonst bekanntlich nichts zu tun, sie könnten zwar überlegen, wie sie endlich einen Job kriegen, aber das Leben als professioneller Vollzeitaktivist ist doch irgendwie viel cooler.

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde Spanien (wie Irland) in den deutschen Medien als echter europäischer Vorzeigestaat präsentiert. Nach der Amtsübernahme von Zapatero wurden die spanischen Soldaten aus dem Irak abgezogen und das Land fühlte sich super. Der Konsum boomte und kaum eine Ausgabe des “Weltspiegels” verzichtete auf einen Bericht über spanische Hipster, die mit Unsummen geborgten Geldes durch die Einkaufspassagen der von einem unerhörten Bauboom erfassten Metropolen eilten. Worauf dieser Wohlstand basierte, war nebensächlich und heute ist endgültig klar, dass er in Wirklichkeit nie existierte. Billige Kredite machten es Privatpersonen und Firmen möglich, eine gewaltige Wohlstandsblase zu erzeugen, die im Laufe der Finanzkrise mit einem lauten Knall zerbarst. Jetzt stehen die Spanier doof da und natürlich will keiner zugeben, dass er sich mit der Hilfe von Banken und Regierungen gehörig selbst verarscht hat. Aber einigen ist offensichtlich immer noch nicht klar, dass das Problem kein Problem des “Systems” ist, sondern etwas mit dem eigenen Verhalten und den Ausgaben der Regierung zu tun hat. Diejenigen, die das noch immer nicht begriffen haben, spielen jetzt Revolution und besetzen öffentliche Plätze. Read the rest of this entry »

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