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Die Katholische Kirche ist eine Organisation, der man nicht angehören muss. Im Wettbewerb der Glaubensgemeinschaften finden sich etliche andere Religionen, die beinahe jedes Spektrum bedienen. Natürlich ist die Kirche auf ihre Schäfchen angewiesen, in Deutschland gibt es von denen Kirchensteuern in anderen Ländern bezahlen sie ihre Gemeinden und deren Geistliche. Kardinal Meisner hat in einer Rede vor irgendeiner katholischen Gruppierung, die sich durch besonderen Kindereichtum auszeichnet, gesagt, “eine Familie von euch ersetzt mir drei muslimische Familien”. Read the rest of this entry »

Spiegel Online berichtet von den Beschwerden einer grünen Besuchergruppe im Verbraucherschutzministerium. Dort hatte diese ein Kruzifix an der Wand  eines Besucherraumes entdeckt und das geht nun gar nicht: Read the rest of this entry »

Denis Yücel hält in der Taz erstaunliche Erkenntnisse zum Mord an Arzu Özmen fest:

“Der Fall widerlegt die verbreitete Annahme, Bildung sei der „Schlüssel zur Integration“, er widerspricht sogar der Annahme, dass es um „Integration“ – mehr „Integration“ als Freiwillige Feuerwehr in Detmold geht nicht. Der Fall widerspricht dem vulgärmarxistischen Lehrsatz, dass allein das gesellschaftliche Sein das Bewusstsein bestimme. Er überführt die reflexhaft vorgetragene – und zynische – Behauptung, dass Ehrenmorde und Zwangsehen nichts mit Religionen zu tun hätten, sondern Ausdruck patriarchaler Verhältnisse seien, die im Übrigen auch in anderen Gesellschaften herrschten.”

Vor nicht allzu langer Zeit wäre Yücel mit dieser simplen Feststellung ein rechtspopulistischer Stammtischler gewesen. Dass ich in meinem Kommentar zu dem Fall die “taz-Eliten” als typische Wegkucker ausgemacht habe, tut mir nach diesem Text fast schon leid, aber immerhin weist Yücel selber darauf hin, dass die Taz den Mord an Arzu bisher eher stiefmütterlich behandelt hat.

Heute hat die Barbarei fünf neue Namen bekommen: Sirin, Osman, Kirer, Elvis und Kemal Özmen stehen ab heute wegen des Mordes an ihrer 18-jährigen Schwester vor Gericht. Arzu Özmen starb letztes Jahr durch zwei Kopfschüsse, ihre Leiche wurde einige Zeit später auf einem norddeutschen Golfplatz gefunden. Die Tat soll sich ungefähr so abgespielt haben: Die Mitglieder des jesidischen Özman-Clans entführten Arzu aus der Wohnung ihres 23 Jahre alten Freundes, anschließend erschoss der 22 Jahre alte Osman seine kleine Schwester, die Leiche wurde entsorgt wie Müll. Read the rest of this entry »

NATO-Soldaten sollen in Afghanistan einen Koran verbrannt haben. Die Medien riechen einen Riesenskandal und prophezeien jetzt schon eine neue “Eskalation”. Die Frage ist nur, worin besteht die Eskalation und wie ernst kann sie genommen werden? Und vor allem: Kann die Aufregung um dieses “Ereignis” als gerechtfertigt betrachtet werden?

Ein Buch ist ein Buch. Dabei spielt es rein objektiv keine Rolle, ob jemand behauptet, sein Inhalt sei irgendwann mal von einem Gott diktiert worden. Es ist und bleibt ein Buch unter vielen. Trotzdem ist es eine Nachricht, da diese angebliche Verbrennung von einer Bande von Irren und all denen, die sich mit ihnen gut stellen wollen, zum Anlass genommen wird, mal wieder etwas mehr Gewalt im Namen ihres angeblichen Gottes auszuüben. Wie im Fall der Mohammed-Karikaturen wird der Zorn der Straße, der Zorn der Hinterwäldler und ihrer Profiteure befürchtet. Das ist der reale Teil dieser Meldung, denn es wäre nichts neues, wenn der islamistische Mob für Tote sorgt. Der Skandal ist, dass die Toten wahrscheinlich wieder als eine eher störende Begleiterscheinung dargestellt werden, über die sich die hiesigen Medien nicht weiter wundern. Der als völlig unkontrollierbar präsentierte Mob hat an seinen Opfern keine Schuld, es war das brennende Buch, das zu einer nicht mehr aufhaltbaren Kettenreaktion führte.

Diese Form der Billigung von Mord und Totschlag ist im Zusammenhang mit bestimmten religiösen Befindlichkeiten längst zur Regel geworden und es wäre für die Vertreter der “Berichterstattung” an der Zeit, diesen vermeintlichen Zusammenhang zu hinterfragen.

Der Papst ist wieder auf dem Weg nach Hause und die Kommentatoren jaulen, jammern und lamentieren, weil der Papst ja nichts für die Ökumene getan habe. Das ist schon schlimm, schließlich stehen Protestanten und Katholiken kurz davor, sich den Krieg zu erklären. Gerüchten nach wird ein neuer Fenstersturz geplant und dann Gnade uns Gott.

Was soll dieses Gefasel? Die Ökumene ist völlig überflüssig und ich kann irgendwie auch verstehen, wenn der Papst nicht mit Frau Käßmann zusammen den Messwein trinken will. Und die Protestanten? Die wollten doch den Papst loswerden und haben es nun geschafft. Und jetzt wollen sie auf Teufel komm raus wieder mit ihm zusammenarbeiten? Ich begreife diese Leute nicht. Es sei denn, es geht um das hier: Der Papst soll sich endlich Käßmannisieren, damit er sich von irgendwem scheiden lassen kann und auch sonst total modern dasteht. Oder nicht?

Ach, wenn sie doch immer so drauf wären, aber sie sind nur säkular, wenn der alte Mann aus Rom kommt, dessen Armee aus ein paar Schweizern besteht, die zwar kämpfen können, aber froh sind, wenn sie nur im buntem Putz auf den Mann aufpassen und seine bescheidene Hütte bewachen müssen. Bei den anderen sind sie da schon toleranter, bei den Handabhackern, den Schwule-Lynchern, den kleine Mädchen-Verätzern oder auch Juden-Köpfern. Da schweigt das Pack dann doch lieber, weil gerade in Berlin immer mit Sympathisanten dieser Religion des Friedens gerechnet werden muss, die nicht die andere Wange hinhalten, sondern mit einem gepflegten Roundhouse-Kick auf den Versuch einer theologischen Diskussion reagieren könnten. Aber es ist ja nur der Papst und der lächelt vor allem, winkt und spricht immerzu von Liebe, Frieden und manchmal sogar auf Latein, das man auf der Gesamtschule doch so bequem abwählen konnte. So eine Witzfigur lädt all die Pfeifen, die sich sonst in das Fahrtwasser der Gewalt oder des linken Zeitgeistes stellen, doch geradezu zum Protest ein. Read the rest of this entry »

In einem einzelnen Sätzchen erwähnte ein protestantischer Kirchenfürst die Ferne des Islam zu Aufklärung und Kritik. Eine Reaktion kam von der Pressesprecherin einer der Organisationen, die sich selber zur Vertretung der Muslime in Deutschland erklärt haben:

“Niemandem steht es zu, eine Religion zu kritisieren und zu bewerten, ob sie eine Aufklärung nötig hat oder nicht.”

Besser hätte Nurhan Soykan vom “Zentralrat der Muslime” die Aussage des Kirchenmannes nicht bestätigen können. Die hauptberuflichen Islam-Funktionäre stehen den pakistanischen Blasphemie-Gesetzen unendlich näher als der Aufklärung.

Via Achse des Guten.

Ähnlich wie die Abtreibung sind pränatale Embryonentests etwas, über das ich mir als nicht-Frau und nicht-Vater den Luxus keiner Meinung gönne. Kardinal Meisner sieht das anders und verglich die Tests an Embryonen nun mit dem biblischen Kindermord. Das ist das gute Recht des in ewiger Keuschheit verharrenden Mannes, aber diese Äußerung wirft schon die Frage auf, warum Herr Meisner zu den Mißbrauchs-Skandalen in Einrichtungen der Kirche nicht ähnlich drastische Vergleiche einfielen. Dabei ist die Bibel voll passenden Möglichkeiten. Sodom und Gomorra vielleicht? Der viel kritisierte Kirchenfürst hat also nicht das Problem, nicht zu wissen, wann er den Mund halten soll, er kriegt ihn in den richtigen Momenten einfach nicht auf!

Das Studium der Theologie mögen viele Studienanfänger für recht trocken halten, aber dass es möglich ist, protestantische Dogmen und den Suff zu vereinen, zeigt die Ruhr-Universität Bochum. Gestern wurde dort eine neue Honorarprofessur an niemand geringeren als Margot Käßmann, die ehemalige Vorsitzende der EKD und große Afghanistanexpertin, vergeben. Isolde Karle, Dekanin der Evangelisch-Theologischen Fakultät und Inhaberin des Lehrstuhls für Homiletik, Liturgik und Poimenik bemerkte ganz richtig: “Jetzt kriegen wir noch mehr Frauenpower!” (NP von heute) In einer Erklärung der Fakultät wurde Käßmann als “große Impulsgeberin” gewürdigt. Und es dürfte jedem, der einmal eine Universität besucht hat, klar sein, dass Frau Käßmann nun dort angekommen ist, wo sie hingehört: Ersi-Partys, Studentenverbindungen und die umliegenden Kneipen verströmen ein derart feucht-fröhliches Klima, dass sich die ehemalige Bischöfin wahrlich in ihrem Element fühlen dürfte.

Interessantes Detail: Die Frau Dekanin, die nun ihre neue Kollegin feiert, wird auf einer Sonderseite der Universität als eines von 25 weiblichen Vorbildern vorgestellt. Vielleicht sollte man zur Feier des Tages die Professorin Käßmann als Nummer 26 in der Liste aufnehmen. In diesem Sinne: Prost!

Ein Fan von Frau Käßmann meint, dass die Überzeugung von Bundeswehrsoldaten, sie seien in Afghanistan für etwas Gutes im Einsatz, an Gotteskrieger erinnert.

Und für die höchst besorgte EKD die Bibel gleich dazu…

Kenan Kolat meint, es sei Aufgabe der Regierung, Vorurteile gegen eine Religion abzubauen. Ich weiß nicht, welches Grundgesetz der Mann gelesen hat oder ob er weiß, was ein säkularer Staat ist, aber noch viel interessanter ist diese Aussage: Der Zeitpunkt der Preisverleihung sei unglücklich gewählt, schließlich sei gerade Ramadan. Tja Herr Kolat, ich frage mich, wo ihre öffentlichen Äußerungen zu anderen Dingen sind, die während des Ramadan stattfanden. Zum Beispiel: Raketen, die auf Israel abgefeuert wurden, ermordete Israelis im Westjordanland, ermordete Schiiten in Pakistan, ausgepeitschte Frauen im Iran, Aufstände nigerianischer Islamisten. War das passend? Haben diese Aktionen den Ruf des Islam in der Welt verbessert? War es deswegen passend, weil die Täter in diesen Fällen auch gefastet haben? Oder haben sie ganz einfach keinen Bock auf unislamische Blasphemie? Dann sagen sie es doch auch.

Spiegel Online macht mit der großmütigen Kanzlerin auf, die “in Deutschland lebende Türken in Schutz nimmt”. Das ist wirklich nett von Mutti und die Türken haben natürlich auch ein Recht darauf, von Deutschlands oberster Literaturkritikerin in Schutz genommen zu werden. Interessanter ist aber die Bebilderung, die die SPON-Redakteure für ihren aktuellen Aufmacher gewählt haben: Zwei junge Mädchen mit offensichtlichem Migrationshintergrund tragen selbst gemalte Schilder mit der Aufschrift: “Wir sind Deutschland”. Beide lächeln nett und scheinen ziemlich hübsch zu sein, leider ist das nicht genau festzustellen, denn sie haben ihre Köpfe schariakonform mit Zweikomponentenkopftüchern umwickelt. Read the rest of this entry »

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