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Text der Rede vom 28.08.1963

Leise rieselt der Schnee. Nach einer Woche in den USA reibt man sich dann doch die Augen ob der öffentlichen Diskussion. Die unpassende Anmache eines älteren Herrn an der nächtlichen Hotelbar löst eine “Sexismus-Debatte” aus, eine kaum ältere Universität erkennt  einer Bundesministerin nach Verstreichen einer 30-jährigen Verjährungsfrist ab, worüber sich ausgerechnet der  linke Dr. Bartsch echauffiert, der einst an der Moskauer Parteihochschule der KPdSU promovierte, wo seine Dissertation sicher im Tresor vor Plagiatsvorwürfen geschützt bleibt. Und Jörg-Uwe Hahn stösst mit einer ungeschickten Äußerung über die südostasiatische Herkunft des Vizekanzlers eine Rassismus-Diskussion an. Ein Land in Verwirrung. Read the rest of this entry »

Als ich dieses hässliche Plakat  zum ersten Mal sah hatte ich ehrlich gesagt gehofft, dass es deswegen noch knallen würde. Zwar bin ich als überzeugt Liberale dafür, dass Schauspieler das Recht haben sich Schuhcreme ins Gesicht zu schmieren oder –  im Falle Didi „Palim, Palim“ Hallervordens  –  ihre faltige Visage überlebensgroß in Berliner Bahnhöfen auszuhängen. Aber es wäre dann doch ganz schön wenn ihnen jemand sagt, wie dämlich das ist. Ich muss zugeben, mittlerweile bereue ich meinen frommen Wunsch ein bisschen.  Read the rest of this entry »

Die dürren Fakten sind eigentlich schnell erzählt. Eine junge Medizinstudentin wird in einem Göttinger Wohnheim ermordet aufgefunden. Die Polizei vermutet eine Beziehungstat und ermittelt verstärkt im privaten Umfeld des Opfers. Der Verdacht erhärtet sich und der Freund der jungen Frau wird zur Fahndung ausgeschrieben. So ein Mord ist eine schreckliche, aber keine außergewöhnliche Geschichte, die meisten Tötungsdelikte sind Beziehungstaten. Trotzdem ist dieser Mordfall anders, denn das Opfer ist eine Israelin und der mutmaßliche Täter Syrer. Und so wird ein tragisches Ereignis zu einem Lehrstück über deutsche Zustände. Read the rest of this entry »

Die WELT veröffentlichte heute eine Liste der Amadeu-Antonio-Stiftung, die 182 Todesopfer rechter Gewalttaten seit 1990 auflistet. Diese Aufzählung ist nicht unumstritten, dürfte aber sehr viel näher an der Wahrheit liegen als die Angaben der Bundesregierung, die gerade mal 47 Opfer gezählt haben will. Eine schnelle Auswertung ergibt, dass die Mehrzahl der Opfer deutsch und männlich ist. Meiner Zählung zu Folge hatten 73 einen Migrationshintergrund im weitesten Sinne, 28 der Toten waren Frauen. Read the rest of this entry »

Die mediale Öffentlichkeit und die Politik streiten sich immer noch um die Einordnung des Massenmörders von Oslo und Utoya, doch wer sein Manifest mit den Augen eines Liberalen liest der weiß, wes Geistes Kind der Mann ist. Die Charakterisierung Breiviks als „wahnsinnig“ oder „christlicher Terrorist“ greift zu kurz. Er ist in erster Linie Rassist und erbitterter Feind des modernen Europa, das seiner Meinung nach seit der Aufklärung in einem kulturellen und religiösen Vakuum darbt.

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Es war abzusehen. Dass die Berliner Polizei den brutalen Überfall auf einen Handwerker im S-Bahnhof Lichtenberg als rassistisches Verbrechen bezeichnet hat können die hauptberuflichen Bessermenschen des deutschen Feuilletons so nicht stehen lassen. Den Anfang macht die ZEIT, die uns heute erklärt wie es zu interpretieren ist, wenn jemand halbtot geprügelt wird, weil er ein „Scheiß-Deutscher“ ist: Auf keinen Fall als Rassismus. Das ist in diesem Zusammenhang nämlich „das falsche Wort“. Read the rest of this entry »

60.000 Emails der NPD sind der Presse zugespielt worden und die Journalisten melden, dass sie voller Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind. Das ist wirklich eine große Überraschung, denn bisher galt die NPD doch als ein Verein von echten Philanthropen, die sich nicht wirklich um die Hautfarbe eines Menschen kümmern.

“Although all Middle Eastern populations have broad similarities, “Jews were found to be more closely related to groups in the north of the Fertile Crescent (Kurds, Turks and Armenians) than to their Arab neighbors.” (Quelle)

So kanns gehen wenn man keine Ahnung hat und trotzdem nicht die Fresse hält.

Wer sich für die populationsgenetischen Studien interessiert, die Sarrazin nicht verstanden hat, wird bei Wikipedia fündig.

So viel sei verraten: Populationsgenetische Studien befassen sich mit der Frage nach der Migrationsgeschichte von Menschengruppen. Sie stehen in einer Reihe mit archäologischen, linguistischen und historischen Forschungen und haben nichts mit “Rassenkunde” zu tun. Die Populationsgenetik lieferte auch die bisher besten Hinweise darauf, dass die Out of Africa Theorie und damit die Abstammung aller Menschen von einer gemeinsamen Ur-Population, korrekt ist. Populationsgenetik entzieht Rassismus die Grundlage, während Rassenkunde auf rassistischen Annahmen aufbaut.

Harald Martenstein, der uns als mutiger Kämpfer gegen den Knutschzwang bekannt ist, hat wieder einen Artikel über den Islam bzw. was er dafür hält verfasst. Besser gesagt, einen halben Artikel, denn in der ersten Hälfte geht es eigentlich nur um ihn selbst und darum, was er doch für ein nonkonformistischer Querkopf ist. “Den Islam” habe er verteidigt, lässt uns Martenstein stolz wissen, und dafür sei er schwer angegriffen worden (sogar von Broder!). Das ist natürlich Quatsch. Er hatte drei muslimische Berliner als Kulturzerstörer und Zwangsentjungferer beschimpft, weil sie jungen Glaubensgenossen und -genossinnen ein modernes und vor allem gewalt- und schuldgefühlfreies Verständnis von Sexualität vermitteln wollen. So weit, so reaktionär. Frei nach dem Motto “Was Islam ist bestimme ich” widmet sich Obermufti Martenstein diesmal der Paradedisziplin des deutschen Multikulti-Feuilletons, dem Kopftuch. Read the rest of this entry »

Morgen jährt sich die Ermordung von Marwa Ali El-Sherbini, die in einem Dresdner Gerichtsgebäude vor den Augen ihres kleinen Sohnes und ihres Mannes niedergestochen wurde. Zum Politikum wurde der Fall, weil die deutsche Presse, einschließlich aller linksgepolten Leitmedien, es tage- und in einige Fällen sogar wochenlang nicht für nötig befunden hatte, über den Fall und seinen rassistischen Hintergrund zu berichten. Führende Politiker äußerten sich erst, als Deutschland in Teilen der muslimischen Welt massive (natürlich auch inszenierte) Empörung entgegen schlug. Die deutsche Mehrheitsgesellschaft verhielt sich im Fall El-Sherbinis so, wie sie es meistens tut, wenn sie mit Menschenverachtung made in Germany konfrontiert wird:

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