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Die Zinslobby und die Juden sind an den Protesten in der Türkei schuld, so denkt es in Erdogan und seiner Hinterwäldlerkamarilla. Der Lack beim Möchtegern-EU-Beitrittskandidat ist ab, so viel ist klar. Bei den deutschen Islamismusverstehern, speziell denen im Medienbusiness, beginnt unterdessen die Trauerarbeit. Erdogan, der geläuterte Fundamentalist, der die Demokratie mit der Religion versöhnte und sich als pro-palästinensische Friedenstaube betätigte, ist nicht mehr. An seine Stelle ist ein primitiver Despot getreten, der Dissidenten einsperrt, Demonstranten verprügeln lässt und antisemitische Verschwörungstheorien zur Staatsräson erhebt. Read the rest of this entry »

Als gestern Nachmittag gemeldet wurde, dass die Täter von Boston „foreign born“ sind und aus Hass auf die USA gehandelt haben bekam ich einen Riesenschreck. Waren es etwa deutsche Qualitätsjournalisten? Wollte ein verzweifelter Marc Pitzke angesichts des Scheiterns verschärfter Waffengesetze ein Zeichen gegen die NRA setzen? Und wo ist eigentlich Jakob Augstein? Read the rest of this entry »

Bei Spiegel Online beschwert sich Barbara Hans in einem “Plädoyer” über die Tatsache, dass Frauen in Deutschland zu wenig Leitartikel schreiben. Das ist ihr gutes Recht und wenig interessant. Viel Aufschlussreicher ist der Vorspann zum Text, in welchem sie die typische Geisteshaltung deutscher Journalisten zusammenfasst:

“Deutsche Zeitungen sind voll von klugen Kommentaren, wegweisenden Ideen, schlauen Volten. Fast immer stammen sie von Männern. Denn was Deutschland denkt, bestimmt nur die Hälfte der Bevölkerung.

Das ist das Selbstverständnis der meisten Journalisten: Wir bestimmen, was ihr denkt. Gegen diesen Anspruch hat Frau Hans nichts einzuwenden, sie möchte lediglich, dass ihre “Geschlechtsgenossinen” über die Denke der Bevölkerung zu einem gleichen Teil mitbestimmen dürfen.

Wahrscheinlich wurde die Bezeichnung “Meinungsmacher” nie besser erklärt: Streit gibt es nur noch darüber, wer was schreiben darf und wie viel. Die Agenda steht aber unverrückbar im Hintergrund und die Herrschaften sorgen für die passenden Meinungen.

Presseclub in der ARD: Jörg Schönenborn (Gutmensch), Jakob Augstein (Erbe), Cerstin Gammelin (SZ), Christoph Schwenicke (Spiegel) und Brigitte Fehrte (Berliner Zeitung).

Es geht natürlich um die EU und da geht man in den Qualitäts-Redaktionen lieber auf Nummer sicher und lässt nur solche Journalisten auftreten, die auch die “richtige” Meinung vertreten.

Eines ist klar: Ohne den von den Medien propagierten EU-Nationalismus wäre das Brüsseler Staaten-Konglomerat bereits am Ende. Denn die sonst so kritischen Qualitätsjournalisten haben seit der Euro-Krise nichts anderes zu tun, als den Lesern einzuhämmern, wie toll und wichtig und alternativlos doch das Modell der politischen Union ist. Im Neusprech wird die Union daher nur noch als “Europa” bezeichnet, so als gehörten Norwegen, die Schweiz oder die Ukraine nicht zum Kontinent. Read the rest of this entry »

Heute wird laut der Tagesschau im Rahmen einer festlichen Gala der sogenannte “CIVIS Medienpreis” verliehen, der Medienbeiträge auszeichnet, die sich für “Integration und Vielfalt in Europa” einsetzen. Gut, dass die Tagesschau darüber berichtet, denn sonst hätte sich nun wirklich keine Sau für diese Veranstaltung interessiert. Dabei lohnt es sich in diesem Fall genauer hinzusehen, denn es wird nach einem kurzen Blick auf die Internetseite der “CIVIS Medienstiftung” klar, wer für diese Aktion aufkommt: Der Gebührenzahler. Read the rest of this entry »

Seit sich die Menschen in Tunesien und Ägypten zumindestens vorläufig ihrer Unterdrücker entledigt haben lässt sich in den deutschen Medien ein seltsames Phänomen beobachten: Die Nahost-Korrespondenten entdecken den Nahen Osten. Plötzlich finden sich fast täglich Berichte über die Korruption in Tunesien, den Polizeistaat in Ägypten, die Brutalität der saudischen Herrscher. Das Monothema „perfides Zion“ scheint dagegen vorerst abgemeldet zu sein. Trotz dieser erfreulichen Ansätze sollte man die Lernfähigkeit unserer Qualitätsjournalisten lieber nicht überschätzen. Der kritische Umgang mit arabischen Potentaten ist immer noch eine schwierige Übung für die Weggucker vom Dienst, die uns jahrelang weismachen wollten, dass das einzige Problem der Region in der Existenz eines jüdischen Staates besteht. Anders sind Peinlichkeiten, wie dieser Artikel in der SZ über Muamar al Gaddafi nicht zu erklären. Read the rest of this entry »

Wenn Historiker, Medienwissenschaftler und Antisemitismusforscher einmal die Mavi Marmara Affäre analysieren, dann werden sie vermutlich die Veröffentlichung der Bilder von misshandelten israelischen Soldaten in der Hürriyet als den entscheidenden Wendepunkt in der bis dahin ungebremst anti-israelischen Berichterstattung identifizieren. Zwar hatte die Israelis bereits kurz nach der Erstürmung des Schiffs mit eigenen Videoaufnahmen und  Bildern von den Bordkameras belegen können, dass sie mitnichten von friedliebenden Entwicklungshelfer empfangen wurden, doch nach der gängigen Logik der „Israelkritiker“ hatte die IDF einfach alle Bänder manipuliert. Die Fotos die in der türkischen Presse erschienen wurden dagegen von den Aktivisten selbst aufgenommen und waren angeblich gar vor der Zensur der Israelis gerettet worden. Es hätte schon einer elaborierten Verschwörungstheorie bedurft, um diese Bilder zu wegzudiskutieren. Kurz darauf begann der ungeordnete Rückzug der deutschen Medienschaffenden aus einer zunehmend aussichtslosen Schlacht. Read the rest of this entry »

Hans-Gert Pöttering, Vorsitzender der Konrad Adenauer Stiftung und Steuergeldverschwender, wird mit einer Delegation von EU-Parlamentariern in den Nahen Osten reisen. Das ist natürlich eine gute Nachricht. Es ist ein historischer Fakt, dass nichts den Friedensprozess in der Region so vorangebracht hat wie Besuche von EU-Funktionären. Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet Gabriele Albertini, der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, nicht mehr mitfahren möchte. Read the rest of this entry »

Am Freitag sind in Bagdad bei Terroranschlägen 55 Menschen gestorben und über 100 verletzt worden. Die Mörder aus dem Dunstkreis von Al Qaida hatten zum Zeitpunkt des Freitagsgebets vor schiitischen Moscheen mehrere Autobomben gezündet. In den deutschen Onlinemedien suchte man ausführliche Berichte über dieses Massaker vergebens. Read the rest of this entry »

Wo habe ich diese islamophoben Leserkommentare zu einem Artikel über Milli Görüs gefunden?

Na wunderbar. Und warum regt sich kein Wort des Protests gegen diesen “welterlösenden” Islamfaschistendreck?
Wo ist die “Antifa”?
Wo ist “die Linke”?
Kann Dir sagen, weil die Musel der Antifa und den Linken mal so richtig den Arschen aufreißen würden!
Ganz multikultuerell bereichert!

Das uns die Muselmanen an die Gurgel wollen, haben sie mal wieder unmissverständlich gezeigt. Und warum werden solche verfassungsfeindlichen Kundgebungen nicht verboten ?

Was machen diese Menschen in Europa, im Westen, wenn sie ihn doch total ablehnen? Warum kommen sie? Nach der Rede Erdogans in Köln, nun die Rede von Erbakan. Ich ziehe für mich den Schluss, das sie nur kommen, um uns zu kolonalisieren, zu eleminieren.

Kleiner Tipp: PI war es nicht.

Katja Nicodemus von der Zeit im Arte-Journal über den neuen Film (The Ghost Writer) des Vergewaltigers und Regisseurs Roman Polanski (paraphrasiert):

Der Film präsentiert mir eine völlig glaubwürdige Verschwörungstheorie, nämlich dass Tony Blair nur eine Marionette der CIA ist. Nach diesem Film verstehe ich die Weltpolitik viel besser.

Bravo, Frau Nicodemus und Bravo, liebe Zeit, für eine so intelligente Mitarbeiterin!

Für die deutschen Dialogfreunde und Apeaceniks sind diese Tage nachdem Ende der Münchner Sicherheitskonferenz nicht einfach. Angesichts des lustigen Hü- und Hottspielchens, das good cop Mottaki und bad cop Ahmadinedschad mit dem immer noch brav auf Diplomatie setzenden Westen durchgezogen haben, scheint die sozialpädagogisch wertvolle Herangehensweise des endlosen Palaverns deutlich als das enttarnt, was sie schon immer war – dumm und gefährlich. Bei SPON versteht man die Welt nicht mehr und Omid Nouripour von den Grünen droht gar mit Handgreiflichkeiten. Sichtlich in seinem Glauben an das Gute in iranischen Regime erschüttert ist auch Stefan Kornelius von der als dialogaffin bekannten Süddeutschen Zeitung. Der musste das ganze Drama sogar live auf der Sicherheitskonferenz miterleben, wo er ein Gespräch mit Mottaki moderierte. Read the rest of this entry »

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