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Diese Warnung springt mich seit einigen Tagen von vielen Plakatwänden an. Es ist wirklich schlimm und kaum zu glauben, aber: es geht uns besser, als wir denken. Nun könnte man natürlich fragen, wie gut es einem Menschen gehen kann, der davon überzeugt ist, daß es ihm schlecht geht. Aber wir wollen nicht kleinlich sein. Gemeint ist wohl, daß es bei verständiger Betrachtung der Realität viel weniger Anlaß zum Jammern gibt, als das Gutmenschenklischee es gerne hätte. Read the rest of this entry »
Vor ein paar Tagen hat der deutsche Qualitätsjournalismus Dank einer Website namens „Lobbyplag“ herausgefunden, dass die Brüsseler Eurokraten ihre Gesetze gerne bei Interessengruppen abschreiben. Schockschwerenot oder wie wir Liberalen sagen: Ja was denn sonst?
Sechsunddreißig Jahre nachdem Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann für ihre palästinensischen Komplizen die jüdischen Passagiere einer entführten Air-France-Maschine selektierten und vierundvierzig Jahre nachdem der 68er-Revoluzzer Dieter Kunzelmann unser Land mit Hilfe eines Attentats auf Holocaustüberlebende vom „Judenknax“ befreien wollte ist es immer noch nicht möglich, linken Antisemitismus zu thematisieren. Das weiß man jetzt auch beim Simon Wiesenthal Center. Dort wagte man den Tabubruch, und setzte die Ergüsse eines dezidiert linken Journalisten auf die Liste der schlimmsten antisemitischen und antiisraelischen Ausfälle des Jahres 2012. In der Folge bekamen das SWC und vor allem sein Kronzeuge Henryk Broder den Zorn der linken Israelkritikerlobby zu spüren, die in den deutschen Medien den Ton angibt. Read the rest of this entry »
Die deutschen Qualitätsjournalisten lassen uns keine Atempause. Kaum sind die ersten Stunden des neuen Jahres rum, schon darf man sich über die Propagandafunktionäre von der Deutschen Welle ärgern, die uns zum Jahreswechsel mit einem Artikel zur japanischen Atompolitik beglücken. Dass bei diesem Thema Schlimmes droht ist klar, aber die DW treibt es selbst für Staatsfunkverhältnisse ziemlich doll:
Durch das verheerende Erdbeben und den anschließenden Tsunami war das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi im Nordosten Japan schwer beschädigt worden. In drei Kraftwerksblöcken kam es zur Kernschmelze, tausende Menschen starben. Es war die schwerste Atomkatastrophe seit dem Unglück von Tschernobyl 1986.
Same procedure as every year, zumindest was ökoideologische Agitprop angeht.
Antizionismus, das ist das Gerücht über die Israelis, so könnte man in Abwandlung eines bekannten Bonmots sagen. Das neueste Gerücht lautet Dank SPON und SZ: Benjamin Netanjahu hat den Konflikt mit der Hamas „eskalieren lassen“, um so im Wahlkampf zu punkten. Read the rest of this entry »
Dem einen oder anderen Medienkonsumenten flatterte in den letzten Tagen eine E-Mail von Stefan Buhr ins Haus, seines Zeichens „Leiter der Leserbefragung“ beim SPIEGEL-Verlag. Der Empfänger wird darin zur Teilnahme an einer Umfrage zur „Presse- und Meinungsfreiheit“ aufgefordert. Eigentlich eine gute Initiative angesichts der aktuellen Bedrohung eben dieser Freiheiten durch gewaltbereite religiöse Fundamentalisten möchte man meinen, doch darum geht es natürlich nicht. Read the rest of this entry »
Langsam wird mir klar, dass mein Ärger über die deutschen Nahostkorrespondenten ungerechtfertigt war. Dass mir die Berichterstattung zu diesem Teil der Welt so idiotisch vorkommt liegt nicht an unseren Qualitätsjournalisten, es liegt offenbar an mir. Ich bin einfach zu dumm, um die komplexen Verwicklungen der orientalischen Politik zu verstehen. So konnte ich heute auf tagesschau.de erfahren, wem der Angriff islamistischer Extremisten auf den israelisch-ägyptischen Grenzübergang Kerem Shalom wirklich genutzt hat: Zum Beispiel Israel. Read the rest of this entry »
Ich könnte mit meinem Ärger über die deutschen Qualitätsjournalisten und die pseudo-aufgeklärte bürgerliche „Elite“, die den schlecht recherchierten und vor Borniertheit triefenden Unfug, der uns täglich aus der Presse entgegen quillt, auch noch zu goutieren pflegt, ganze Therapiesitzungen füllen. Doch da meine Krankenkasse chronisches Entsetzen über die Zustände in den deutschen Medien nicht als behandlungsbedürftig anerkennt, muss dieses Blog herhalten. Read the rest of this entry »
Um es gleich zu sagen: Die folgenden Zeilen dienen nur dazu den Würgereiz zu verbalisieren, der mich überkam, nachdem ich unvorsichtiger Weise die Berichterstattung der deutschen „Qualitätsmedien“ über den Israelbesuch von Mitt Romney überflogen hatte. Dabei war natürlich von Anfang an klar, dass die Kombination „republikanischer Präsidentschaftskandidat“ und „zionistische Entität“ zu Hyperventilation in deutschen Redaktionsstuben führen muss. Das Ausmaß der Unverschämtheit und Ignoranz, die sich im deutschen Blätterwald die Bahn brechen, überrascht dann doch. Read the rest of this entry »
In den USA wird das antiretrovirale Medikament Truvada für die Präexpositions-Prophylaxe zugelassen, weil es nachweislich HIV-negative Menschen vor der Ansteckung mit der gefürchteten Immunschwächekrankheit schützen kann. Diese Nachricht, die unter normalen Umständen Interesse und vielleicht sogar Hoffnung wecken könnte, löst im Gesundheitsressort von ZEIT online nur Empörung und Missmut aus. Die Pille, so plärrt schon die Überschrift, helfe „nur den Reichen“ und löse außerdem das globale AIDS-Problem nicht. Read the rest of this entry »
Erinnert sich noch jemand an Renate Kühnast und ihre Träume von Berlin? Damals machte die Grüne gar keinen Hehl daraus, dass sie sich eigentlich kein bisschen für Berlin interessierte, es sei denn, sie darf die Regierung führen. Nobbi Röttgen sieht das wohl ganz ähnlich, der Unterschied besteht in der Berichterstattung. Denn bei dem CDU-Sozi werden die Medien ganz plötzlich total investigativ und ernennen Röttgens Unwillen, nach der Wahl einen langweiligen Platz im Düsseldorfer Landtag gegen sein prestigeträchtigen Ministerposten zu tauschen, zum Ausschlusskriterium bei der NRW-Wahl.
Eigentlich ist das gar nicht so schlecht, aber dass das ganze nichts mit einer Überprüfung der Glaubwürdigkeit des Kandidaten zu tun haben, ist eben nur zu deutlich beim Vergleich mit der durch und durch guten Frau Kühnast zu erkennen.
NATO-Soldaten sollen in Afghanistan einen Koran verbrannt haben. Die Medien riechen einen Riesenskandal und prophezeien jetzt schon eine neue “Eskalation”. Die Frage ist nur, worin besteht die Eskalation und wie ernst kann sie genommen werden? Und vor allem: Kann die Aufregung um dieses “Ereignis” als gerechtfertigt betrachtet werden?
Ein Buch ist ein Buch. Dabei spielt es rein objektiv keine Rolle, ob jemand behauptet, sein Inhalt sei irgendwann mal von einem Gott diktiert worden. Es ist und bleibt ein Buch unter vielen. Trotzdem ist es eine Nachricht, da diese angebliche Verbrennung von einer Bande von Irren und all denen, die sich mit ihnen gut stellen wollen, zum Anlass genommen wird, mal wieder etwas mehr Gewalt im Namen ihres angeblichen Gottes auszuüben. Wie im Fall der Mohammed-Karikaturen wird der Zorn der Straße, der Zorn der Hinterwäldler und ihrer Profiteure befürchtet. Das ist der reale Teil dieser Meldung, denn es wäre nichts neues, wenn der islamistische Mob für Tote sorgt. Der Skandal ist, dass die Toten wahrscheinlich wieder als eine eher störende Begleiterscheinung dargestellt werden, über die sich die hiesigen Medien nicht weiter wundern. Der als völlig unkontrollierbar präsentierte Mob hat an seinen Opfern keine Schuld, es war das brennende Buch, das zu einer nicht mehr aufhaltbaren Kettenreaktion führte.
Diese Form der Billigung von Mord und Totschlag ist im Zusammenhang mit bestimmten religiösen Befindlichkeiten längst zur Regel geworden und es wäre für die Vertreter der “Berichterstattung” an der Zeit, diesen vermeintlichen Zusammenhang zu hinterfragen.
Die gute Nachricht zuerst: In der ZEIT erfahren wir heute, dass die Aufarbeitung der schlimmsten rechtsterroristischen Mordserie, die dieses Land je gesehen hat, bereits zwei Monate nach Aufdeckung derselben so gut wie abgeschlossen ist.
Seitdem ist viel geschehen. In den Sicherheitsbehörden, die sich einen katastrophalen Blackout geleistet hatten, und in der Politik, die Versäumnisse aufklären will.
Puh, da bin ich aber erleichtert! Obwohl ich mich zu erinnern meine, dass sich manche Behörden weitaus mehr als einen „Blackout“ geleistet haben.
Wenn bei Christian Wulff jeder Buchstabe auf die Goldwaage gelegt wird und im ZDF-Wochenmagazin die netten Karrikaturen und Fake-Anzeigen, Buchtitel und Kommentare genüsslich vom “Online”-Redakteur vorgeführt werden, ist es schon bemerkenswert, dass er die berechtigte Häme, die ZDF-Studioleiterin Bettina Schausten für ihre Frage- und Antworttechnik nicht erwähnte. Ein weiteres Beispiel dafür, dass der öffentliche Rechtliche Rundfunk nur ein Unmaß kennt: Sein eigenes. Read the rest of this entry »





