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Ja, ich gebe es zu. Manchmal ist Freiheit scheiße. Und zwar immer dann, wenn andere Menschen den ihnen zur Verfügung stehenden Entscheidungsspielraum in völlig falscher Weise nutzen. So wie neulich Oliver Kahn, der als Experte beim Testländerspiel gegen Frankreich eine Frisur in die Fernsehkameras hielt, deren Beschreibung auf zivilisierte Weise kaum möglich ist. Völlig unverständlich, daß der Sender Kahns Kopf nicht Read the rest of this entry »

In einem Artikel in der aktuellen Ausgabe der EMMA stilisiert Marlene Streeruwitz die Occupy-Bewegung zur „Antwort der Stunde“. Die brave Leserin und der brave Leser danken für die Orientierung, hätten aber doch ganz gern gewußt, wie denn überhaupt die Frage lautete. Read the rest of this entry »

Raheem Kassam von der ausgezeichneten Internetseite The Commentator hat vor einem Monat die “Occupy-Aktivisten” vor der St. Pauls-Kathedrale in London besucht.

Wenn dieser Kerl der “Hoffnungsträger der Generation Occupy” sein soll, dann werden es doch Merkel, Obama und Sarkozy sein, die den freien Markt zu Grabe tragen. Eine kurze Zusammenfassung des Artikels von “Wirtschaftsredakteur” Stefan Schultz über Occupy-Organisator Wolfram Siener:

“Man kauft ihm die Rolle des Revolutionsführers gerne ab. Weil seine Wut ehrlich wirkt. [...] “Es geht um direkte Demokratie”, sagt er, “darum, dass die Bürger sich das Wirtschaftssystem nach ihren Vorstellungen formen und nicht umgekehrt.”  [...] Globalisierung und Kapitalismus seien nicht per se schlecht; sie seien nur ausgeartet.  [...] Siener hat früh angefangen, sich für Politik zu interessieren, ungefähr mit 13. “Dann habe ich gelernt, dass die Wirtschaft die Politik steuert und mich dafür interessiert. Danach, dass die Banken die Wirtschaft steuern; da habe ich mich dafür interessiert.” [...] Mit 17 brach er die Schule ab und reiste nach Finnland. [...] Einige seiner Vorfahren sind finnisch. Daher spricht er die Sprache ganz gut. Meistens aber sprach er in Finnland Englisch. Viele Abende saß er in einer Billardkneipe mit Intellektuellen und Kapitalismuskritikern zusammen, diskutierte die Probleme der Welt [...] Siener glaubt, man müsse den Bürgern nur eine wirkliche Chance geben – und sie würden ein anderes System wählen. [...] “Wir leben in einer Welt ohne Empathie”, sagt Siener. “Viele streben nur Selbstverwirklichung an, alles andere zählt nicht.” [...] Wir hätten alles und könnten autark leben.

Ohne Worte.

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