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Landauf, landab ergötzen sich die Medien im Gedenken an das Kennedy-Attentat. Ein junuger Held, ein Schuß Verschwörungstheorie und die seriöse Halbbrille des Historikers machen eine nette Melange aus moralingesäuertem guten Gewissen. So antiamerikanisch, wie wir tun, sind wir doch gar nicht. Für den Menschen Kennedy war das Attentat eine Tragödie. Der Lichtgestalt konnte nichts besseres passieren. Sonst wäre er geendet wie Obama, der nicht einmal eine Web-Site zum Laufen kriegt. Wie es mit der ganzen Gesundheitsreform geht, wird man sehen. 
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Es würde mich nicht wundern, wenn die Grosse Koalition im Windschatten von Muttigate die Vorratsdatenspeicherung beschließen würde. Auf internationaler Ebene verbrämt man ja die Wiedereinführung der Kapitalverkehrskontrollen mit dem Begriff “automatischer Informationsaustausch” und fordert damit letztlich nur die Kreativität der Unternehmensberater und Anwälte ein wenig mehr, die komplexere Konstruktionen entwickeln müssen, um Vermögen vor dem willkürlichen Zugriff des Fiskus zu schützen. Nicht Google, Facebook und Co. sind die größten Datenräuber. Es ist der Staat als solches, der spät aber leider immerhin begriffen hat, wie sehr er seine Bürger mit Hilfe des Netzes drangsalieren und kontrollieren kann.  Read the rest of this entry »

Waffen werden diskriminiert. Je effektiver sie ihrem Zweck, dem Töten, dienen, desto schlechter sind sie angesehen. Gutmenschen ergehen sich dabei besonders darin, bestimmte Waffenarten zu ächten. Atomwaffen sind ganz schlecht, chemische auch. Und selbst der Ökomarkt-Kunde möchte Bio-Waffen ächten, selbst wenn sie biologisch abbaubar sind. Da ist es folgerichtig, wenn der Friedensnobelpreis an eine Organisation geht, die sich für konventionelle Kriegsführung einsetzt, in dem sie versucht, chemische Waffen zu vernichten. Read the rest of this entry »

Vom Sturmgeschütz der politischen Korrektheit, das sich neulich noch über den Rassismus in Stefan Raabs Politshow ausweinte, hätte man etwas mehr Feingefühl erwarten können!

Im nächsten Leben werde ich Meteorologe. Oder Demoskop. Da kann ich erzählen, was ich will, krieg mein Geld und kann zufrieden sein. Egal ob meine Prognose mit der Realität über einstimmen oder nicht..  Read the rest of this entry »

Das geht nun gar nicht: Präsident Obama telefonierte mit dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und hielt dabei einen Baseballschläger in der Hand. Die türkische Opposition (Spiegel Online: “mancher stolzer Türke”) ist außer sich:

“‘Das Foto enthüllt, von wem unser Ministerpräsident Befehle enthält’, sagt Metin Lutfi Baydar, Abgeordneter der größten türkischen Oppositionspartei. Ein anderer Parlamentarier beklagte, das Bild sei eine ‘stumme Verunglimpfung der Türkei und ihrer Bürger’. Und der Oppositionsabgeordnete Muharrem Ince tobte, damit wolle Obama wohl die Botschaft vermitteln, dass er den Türken ‘den Kopf einschlagen’ wolle – die Regierung Erdogan habe sich zum ‘Gehilfen der Imperialisten im Nahen Osten’ machen lassen.”

Diese Meldung gehört zum Dämlichsten, was je im Internet verbreitet wurde. Die Tatsache, dass es auch das seit Ewigkeiten das einzige Lebenszeichen ist, das die türkische Opposition von sich hat hören lassen, sagt viel über den Zustand derselben aus.

Aber auch Spiegel Online kann es nicht lassen und bezeichnet den Baseballschläger als “Knüppel”. Das ist er aber genauso wenig wie ein Tennissschläger oder eine dieser komischen Turnkeulen. Achja, das Sommerloch…

Wo Schmitz sich an Juden und Amis abarbeitet, da ist Pitzke nicht weit und so hat der Spiegel Onine-Mann fürs Grobe noch tiefer in die gleiche Kerbe gehauen wie sein Kollege und noch größeren Unsinn zum Thema “Juden und ihre Lobby kontrollieren die USA” verzapft.

Besser kann gar nicht gezeigt werden, was der Multilateralismus Obamischer Prägung gebracht hat. Zuletzt waren es südkoreanische Bewohner einer wenig bekannten Insel, die die utopischen Vorstellungen linker Außenpolitiker mit dem Laben bezahlen mussten.

Noch mehr Karikaturen gibt in Yaakov Kirschens “Dry Bones Blog”.

Als sie Obama zum Präsidenten wählten, da dachten Medien und Politik, die Amerikaner hätten aufgegeben und würden sich nun europäisieren und vor allem sozialdemokratisieren lassen. Also lobte man die Amis, weil alle dachten, sie seien nun auf dem Pfad aller zivilisierten Völker eingeschlagen. Rundumversorgung für alle, mehr Affirmative Action, Multilateralismus und das Ende des gefährlichen “Amerikanischen Traums” erhofften sich die europäischen Eliten von ihrem Kandidaten, den sie vor seiner Wahl nicht peinlich genug abfeiern konnten. Zwei Jahre später stehen in Europa noch immer alle auf den Sunny-Boy im Weißen Haus, nur die Amerikaner haben von Barry die Schnauze voll. Satte 50% gaben in einer Umfrage an, die Republikaner wählen zu wollen, ein unfassbarer Wert, wenn man bedenkt, dass George Bush als der unbeliebteste Präsident aller Zeiten aus dem Amt gegangen ist. Der Grund für diesen Umschwung? Laut den deutschen Medien liegt es an den Amis, die ihre historische Chance nicht nutzen wollen, sich von Obama in ein sozialdemokratisches Zeitalter führen zu lassen und so tun sie alles, damit wenigstens der Deutsche sieht, wie blöd die Amis sind. Die Ressortleiter Antiamerikanismus von Spiegel Online, das Traumduo Pitzke und Schmitz, stellen einen Katalog mit Obamas Erfolgen zusammen und loben vor allem seine desaströse Außenpolitik, die zu einem Erstarken jedes nur denkbaren reaktionären Staates geführt hat. Der Politikwissenschaftler Christian Hacke behauptet im NDR, dass die Gegner Obamas vor allem Rassisten aus den Südstaaten seien, die einem Schwarzen keinen Platz im Weißen Haus gönnen und Bernd Pickert bezichtigt die Amerikaner in der taz als “undankbar“, weil sie nicht erkannt hätten, welche grandiosen Pläne der Präsident mit ihnen hat.

Fazit: Die Amis sind einfach dumm. Obamas politische Gegner können nur Rassisten, Rednecks und Verschwörungstheoretiker sein, denn kein normaler Mensch kann etwas gegen den Messias haben. Zum Glück haben die Amerikaner aber die Deutschen, die ihnen bei den Themen Demokratieverständnis, Diktatur und Rassismus immer wieder gerne Nachhilfe geben.

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