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In einem mit “Anti-Islam-Film, eine kaum zu ertragende Billigproduktion” überschriebenen und mit  “jay” unterschriebenem Artikel nimmt sich die Welt auf ihrer Internetseite der Frage an, wer denn nun eigentlich für den Mord an Botschafter Chris Stevens und drei seiner Mitarbeiter verantwortlich ist. Die Frage scheint aber bereits mit der Überschrift geklärt zu sein – ein obskurer Film hat den amerikanischen Botschafter in Libyen offenbar ermordet. Read the rest of this entry »

Das Interview des ehemaligen Außenministers im Spiegel ist eine echte Unverschämtheit und an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Da sagt Fischer zum Beispiel: Read the rest of this entry »

Ich kann jedem empfehlen, den BBC-Worldservice zu hören und auf die deutschen Qualitätsmedien zu verzichten. Warum? BBC-Journalist 1 berichtet laufend aus einem Hotel in Tripolis, BBC-Journalist 2 ist mit den Rebellen unterwegs und berichtete heute nachmittag live, als er und die Rebellen von Ghaddafis letzten Truppen angegriffen werden. Und die ARD? Jörg Armbruster berichtet auch, aber er ist in… Tunesien.

Die Öffentlich Rechtlichen sind Grundversorgung und mehr leisten sie auch nicht.

Sie weiß es auch, aber es schert sie einen Dreck! Merkel, Westerwelle und Niebel sind gut darin, mit Phrasen um sich zu werfen, aber wenn es ans Eingemachte geht, verkriechen sie sich und kuscheln mit China und Russland. Dieser peinliche Umstand bleibt nicht unbemerkt:

“Am Rande des Freitagsgebets in der ostlibyschen Hafenstadt Bengasi kommt es immer wieder zu Sprechchören, die sich sehr kritisch mit der deutschen Enthaltung im Uno-Sicherheitsrat zur internationalen Militäraktion in Libyen beschäftigen. “Kanzlerin Merkel sollte sich schämen”, skandierten Gruppen von Männern, “Deutschland hat uns im Stich gelassen”. SPIEGEL-ONLINE-Reporter Matthias Gebauer und andere deutsche Reporter wurden immer wieder und teils aggressiv aufgefordert, die deutsche Regierung scharf für ihre Position zu kritisieren. “Frau Merkel sollte wissen, wie wichtig die Freiheit ist”, schrie ein älterer Mann, “der Fall der Mauer wurde auch massiv vom Ausland unterstützt”. Nun aber habe Deutschland die Libyer allein gelassen. “Wenn wir unsere Freiheit erkämpft haben und selber entscheiden können”, prophezeite er, “werden wir keine Geschäfte mit Deutschland machen”. Nur, wer die Libyer unterstützt habe, solle vom Ölreichtum des Landes profitieren. Ganz weit vorne auf der Sympathie-Liste der Gruppen steht Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Nach ihm soll, so glauben viele Rebellen, schon bald die Straße an der Corniche von Bengasi benannt werden.”

So der Live-Ticker von Spiegel Online. Jedes Mitglied der Regierung könnte jetzt bestimmt eine halbe Stunde referieren, warum sie aber doch auf der richtigen Seite stehen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sie eben doch auf der falschen Seite stehen. In Syrien werden die Proteste ebenfalls stärker, Westerwelle sollte schnell damit anfangen, die Protestbewegung zu ermutigen und zum Weitermachen anzuhalten, denn dann ist es um so härter, wenn er sie anschließend wieder fallen lässt und desinteressiert mit den Schultern zuckt.

Aus dem Spiegel Online Liveticker zu Libyen:

“[03.11 Uhr] Die Deutschen unterstützen den in Libyen stattfindenden Einsatz gegen Gaddafi. Nach einer Emnid-Umfrage für die “Bild am Sonntag” finden 62 Prozent diesen Schritt richtig, 31 Prozent sind gegen die militärische Intervention. Gleichzeitig sind 65 Prozent der Bundesbürger dagegen, dass sich die Bundeswehr an den Angriffen beteiligt. 29 Prozent sprechen sich dafür aus, dass auch Deutschland Truppen entsendet. Emnid befragte den Angaben zufolge am 18. März 2011 insgesamt 501 Personen.”

Was soll davon noch zu halten sein?

Nach verschiedenen Medienberichten bereiten sich französische, britische und kanadische Luftstreitkräfte darauf vor, die erste Angriffswelle auf die Truppen des Gaddafi-Clans zu fliegen. Der britische SAS ist angeblich schon in Libyen aktiv und französische Jets kreisen über Bengazi. Auch Spanien, Belgien und Norwegen haben Flugzeuge in die Region verlegt. Deutschland, China und Russland wollen mit all dem nichts zu tun haben. Vom Friedensfürst in Weißen Haus bekommt derweil kaum noch etwas in den internationalen Medien an, er ist dabei, sein Land in jene verhängnisvolle Position zu manövrieren, die die USA in der isolationistischen Phase zwischen den beiden Weltkriegen eingenommen hatten.

Der deutsche Sonderweg, die Bereitschaft der Westeuropäer, für gewisse Grundsätze auch militärische Gewalt einzusetzen, eine passives Amerika, das wegen der Erfahrungen aus einem vorigen Krieg bereit ist, dem Spektakel zuzusehen und damit jene Rolle einnimmt, die die sogenannte Friedensbewegung seit Jahr und Tag von Washington fordert. Das erinnert ungewohnt heftig an die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Gerade jetzt gibt Präsident Sarkozy bekannt, dass die französischen Jets bereits in der Luft sind. Der französische Präsident! Was für ein Unterschied zu 2003.

Mal trägt der putzige Nager Pickelhaube oder Stahlhelm, mal wickelt er sich in Regenbogenfarben, aber wenn er auftaucht, steht eine Sache bereits fest: Deutschland steht schon wieder auf der falschen Seite. Der Sicherheitsrat beschließt zum Schutz der Zivilbevölkerung eine Flugverbotzone über Libyen und der deutsche Vertreter enthält sich der Stimme. Länder von Norwegen über Belgien bis Spanien machen sich bereit, dabei zu helfen, den Wüsten-Oberst in die Schranken zu weisen, Deutschland schwafelt von der Gefahr eines Militäreinsatzes und tut gar nichts. Nun hat Gaddafi vorerst den Schwanz eingezogen und dafür musste nicht ein einziger Schuss abgefeuert werden, schon die massive Drohung und die deutliche Bereitschaft, die libyschen Streitkräfte zu stoppen, haben gewirkt. Jetzt steht Westerwelle blöd da und kann wieder von seiner angeblichen Begeisterung für die Freiheit reden. Aber nur reden, denn wenn es darauf ankommt, ist sie ihm offensichtlich scheißegal!

Es ist immer wieder erstaunlich zu welchem Ausmaß an Selbstgerechtigkeit und Heuchelei hauptberufliche Diktatorenversteher und Oberdialogführer in der Lage sind. Jüngstes Beispiel ist der Jean Ziegler, Globalisierungskritiker, Antizionist und Gaddafi-Groupie, der nun plötzlich schon immer dagegen gewesen sein will. Dabei sind Zieglers Verstrickungen mit dem Massenmörder von Tripolis bestens dokumentiert (z.B. hier und hier). Die Redakteure der SZ, der wir diese in Inteviewform gegossene Apologetik verdanken, schaffen es übrigens nicht, auch nur einmal kritisch nachzuhaken. Kein Wunder wenn man bedenkt, dass die SZ selbst bis zum Ausbruch der Revolte in Libyen vor allem durch dezidiert unkritische Berichterstattung aufgefallen ist. Eine schmutzige Pfote wäscht die andere.

Wer bei Facebook angemeldet ist, kann hier live mitverfolgen, was in Tripoli passiert. Viel Glück, Libyen.

Wenn ein militärisches Eingreifen in Libyen jetzt zielführend wäre und man könnte Gaddafi unmittelbar beseitigen und sein Regime und es durch ein anderes ersetzen, würde man sicher über militärische Maßnahmen prüfen.

das hat nicht George Bush, Dick Cheney oder Donald Rumsfeld gesagt. Sondern Martin Schulz, Vorsitzender der Sozialistischen Fraktion im europäischen Parlament im Deutschland-Funk-Interview. Read the rest of this entry »

Seit Hugo Chavez damit begonnen hat, aus Venezuela die DDR Südamerikas zu machen, wird sein primitiver “Bolivarismus” auch von den SED-Kadern als “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” gefeiert und Chavez ist der neue Held aller Linken. Auch wenn es in der letzten Zeit ruhig um Hugo wurde (Milch und Strom sind im Erdölstaat Venezuela noch immer Mangelware), melden sich nun er und seine Operetten-Arbeiterführer aus dem Hinterhof der USA zu Wort. Read the rest of this entry »

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